Ich beschäftige mich seit kurzer Zeit ebenfalls mit dem "Löfflern".
Ich krieg auch schon ganz passable Ergebnisse hin ( /tempus-vivit/user/bilder.php?id=308&bild=loeffel ). Mir stellt sich jedoch eine wichtige Frage:
Bisher behelfe ich mir beim Glätten der Oberfläche mit modernem Schleifpapier. Wie hat man das damals gemacht? Speziell interessiert mich die Zeit um 1240. Gern nehm ich auch Erkenntnisse anderer Zeiten. Irgendwelche praktischen Tips, Bücher, Pages, ich nehm alles dankend an!
Loser Sand geht nicht wirklich gut, Steine auch nicht. Wurde das wirklich so fein geschnitzt, dass schleifen nicht nötig war? *Kopfkratz*
Fragen über Fragen....
Karl
Soll jetzt keine Werbung sein gibt es auch bei anderen Versendern im Netz oder beim freundlichen Werkzeughändler an der Ecke.
Ich hab übererste so einer Klinge auch schon in einen Ausstellungskatalog gesehen, war glaube ich der Stauferkatalog. Ich hab's aber nicht mehr hundertprozentig im Kopf. Ich lass mich gerne verbessern.
Aber, a propos Ausbrennen der Laffe - das geht auch - ist aber wohl nicht wirklich professionell sondern eher "experimentell" (in der Art "jetzt helfe ich mir selbst") aber auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.
Ich habe mir auch einen Löffel geschnitzt, dessen Laffe ich ausgebrannt habe - nicht schön, aber selbstgemacht! (Wenn mir unsere ausgebildeten Schreiner schon keinen schnitzen. :grummel: )
Nimm ein schmales Holzscheit und lege etwas glühende Kohle auf das Ende, das die Laffe werden soll. Jetzt heißt es erst mal laaaange pusten.
Wenn Du eine Anfang hast (d. h. das Scheit kuhlenförmig angekokelt ist, fällt nichts mehr runter.) Immer weiter pusten, bis die zukünftige Laffe groß genug ist. Dann mit einem Messer oder Locheisen das angebrannte Holz entfernen und vom übrigen Scheit alles wegschnitzen, was nicht nach Löffel aussieht. :ggg:
Ich habe immer wieder ausprobiert, ob das Teil auch in meinen Mund passt und dann immer wieder mehr und mehr Material weggeschnitzt.
Konnte danach ein paar Tage lang meine Arme kaum noch bewegen und hatte ziemliche Blasen an den Händen :lol: - aber er ist besser zu gebrauchen (und mit größerer Laffe = besser für Suppe :-) ) als die Holzlöffel, die ich gekauft habe.
Nur mal so, - falls Du es Dir wirklich "dreckig" geben willst. :ggg:
Sry, hatte nen blackout... also verstanden hab ichs, nur weiß ich nich genau wie ich es schaffe, den Löffel hinzukriegen (also die Höhlung) wie ich das aushöhle, kann mir das noch wer erklären?
Messer gibt es überall zu kaufen, die Baumärkte haben gute Schnitzsets im Angebot; das kleine für circa 40,- das große circa 100,- Euro, aber zum Anfang reicht ein normales Taschenmesser aus.
Sascha
Hm. Wir haben zwei Holzhandwerker in der Gruppe. Die stellen auch Löffel her, aber mit glühender Kohle oder Lötkolben hab ich sie noch nie hantieren sehen...
Alles mit der Klinge. :o)
Schnitzen geht oft mit einem scharfen Messer ganz gut.
Das Ausglühen/brennen kenne ich eher vom Bau eines Einbaums her.
Mit dem Lötkolben wäre es nicht "A" und zumindest beim Einbaum eine langwierige
Angelegenheit.
*G*
Mich würde interessieren, wie genau das geht mit dem Löffel schnitzen, ich durfte das mal lernen, mit ausglühen, kriege das aber nicht mehr wirklich hin, weil die Glut immer ausgeht oder runterfällt :) Kann man das statt mit Glut auch mit nem Lötkolben machen? Gibts da noch andere Wege Löffel herzustellen?