Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Ein paar Fragen zu selbstgemachten Schuhen

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Eintrag #34 vom 08. Nov. 2008 02:55 Uhr Andre Henning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Henning eine Nachricht zu schreiben.

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…ich glaube ja nicht, dass ich eine absolute Ausnahme bin, wenn ich noch ca. drölf Paar löchrige Socken im Schrank habe. Damit habe ich wenigstens einen Grund, diese aufzuheben. :-)

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Eintrag #33 vom 07. Nov. 2008 17:34 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Schön, dass diese Anleitung die ich noch aus einer SCA-Newsgroup aus den 90ern kenne, jetzt bei uns angekommen ist :-)
Ein kleiner Tipp: statt der Socke kann problemlos eine Plastiktüte zum Maßnehmen genommen werden. Also: Plastiktüte ‘anziehen’, mit viel Tape umkleben, ausziehen, oberen Rand zurecht schneiden, dann den ‘Tapeschuh’ in drei (oder wie man will) Teile schneiden, diese auf Leder mit Zugabe übertragen, nähen und umstülpen, ganz so wie du es beschreibst. Nur eben nicht eine Socke nehmen, sondern eine Plastiktüte.
Schließlich wollen wir ja sparsam sein ^_^
Auf jeden Fall: prima Anleitung.

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Eintrag #32 vom 06. Nov. 2008 18:33 Uhr Andre Henning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Henning eine Nachricht zu schreiben.

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So, dann wärmen wir doch mal einfach diesen Thread wieder auf. Ich habe einen kleinen Leitfaden zum Nähen eines einfachen wendegenähten Schuhs mit modernen Mitteln erstellt. Zu bewundern unter
www.wendeschuh-selbstgemacht.de
ßber Anregungen und Kritik würde ich mich sehr freuen.

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Eintrag #31 vom 21. Feb. 2008 09:37 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Käther = Keder
… dann findet man’s auch im Wörterbuch ;O)
Gruß Lutz

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Eintrag #30 vom 17. Feb. 2008 16:14 Uhr Andreas Ahammer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Ahammer eine Nachricht zu schreiben.

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Ja, verstanden. Dankeschön.

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Eintrag #29 vom 16. Feb. 2008 20:03 Uhr Tony Schöndorfer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tony Schöndorfer eine Nachricht zu schreiben.

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Naja, Croupon-Leder ist in der Verarbeitung halt besonders wiederspenstig. Das mit ´nem Halbmond zu schneiden (evtl. auch in Stufen) ist schon etwas schwierig, und für ungeübte Hände sogar nicht ganz ungefährlich. Aber da erzähl ich dir bestimmt nicht wirklich was neues.
Ach so… der Käther. Das ist einfach ein Lederstreifen, der zwischen Sohlen- und Oberleder eingesetzt wird, so dass später beim wenden ein ca 6mm-Streifen unten herausguckt. Ich hoffe das ist gut genug erklärt. An diesem Herausguckendem Streifen kann man dann eben die Laufsohle annähen. Oder man lässt die Laufsohle eben weg, und dann schützt der Käther die Naht.
Wenn du dich näher damit beschäftigen möchtest empfehle ich das Buch
“Shoes and Pattens” aus der Excavations from London-Serie. Leider englische Sprache, aber eigentlich alles, was man für den Anfang wissen muss.

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Eintrag #28 vom 16. Feb. 2008 09:41 Uhr Andreas Ahammer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Ahammer eine Nachricht zu schreiben.

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“15es Jh geht ja immerhin ganze 100 Jahre ;-)”, ja. im Gegensatz zum langen 19. Jhdt…. :)
1460-75
Hab ich mir auch so gedacht, aber irgendwo hier wurde über aufgeklebte Laufsohlen gesprochen… Hätte ja sein können… Danke jedenfalls nur: Was ist ein Käther?
Beim Croupon ging es mir hauütsächlich um die verarbeitung. Wo da die Nachteile ggn andere Leder liegen.

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Eintrag #27 vom 15. Feb. 2008 20:31 Uhr Tony Schöndorfer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tony Schöndorfer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Aufgeklebte Sohlen kann ich mir zur damaligen Zeit überhaupt nicht vorstellen. Es gibt aber ja den Tunnelstich, der quasi den selben Effekt hat.
Was das Croupon-leder angeht.
Hier kommt es ein bisschen darauf an, welche Zeit du darstellen willst. 15es Jh geht ja immerhin ganze 100 Jahre ;-)
Und es kommt auch darauf an, was du darstellen willst.
“Einfache” Schuhe (Zivil, bei Hofe, oder Arme Leute) hatten tatsächlich auch einfach nur die brandsohle als Laufsohle… etwa so 3-4mm dick, und mit einem Käther, um die Naht zu schützen
Schwerere Schuhe für´s Kriegs-Feld, aber auch (reine Vermutung) schwere Arbeiten, hatten dann unter der Brandsohle noch eine weitere Sohle, die an den Käther zwischen Brandsohle und Oberleder mittels Tunnelstich genäht wurde.
An diese Laufsohle lassen sich dann auch Schuhnägel einschlagen, die (ausser auf Museumsfliessen ;-) ) das Rutschen verhindern.
Allerdings ist mir kein Fund oder Beleg dafür bekannt, dass es durchlaufende Laufsohlen gab. Eigentlich immer nur Versen- und Ballenstücke.

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Eintrag #26 vom 10. Jan. 2008 16:13 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Ich verwende zum Nähen momentan Hanfgarn. der ist zwar nicht gewachst, aber extrem reißfest, ungefärbt und authentisch. 200 m kosten bei Pagro (keine ahnung, ob es das Geschäft auch in Deutschland gibt) etwa 3 Euro. Kann ich nur weiterempfehlen.
Gruß

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Eintrag #25 vom 10. Jan. 2008 12:38 Uhr Andreas Ahammer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Ahammer eine Nachricht zu schreiben.

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Hab da mal eine Frage.
Hab in einem Anderen Beitrag einiges zu aufgeklebten Sohlen gefunden, aber eben nichts genaues bzw. nur Widersprüchliches.
Gibt es Belege für zusätzliche aufgeklebte Sohlen im 15. Jhdt?
Außerdem:
Irgendwo steht, dass man nicht unbedingt Croupon für die Sohle nehmen sollte. Das hab ich jetzt aber schon gekauft. Wo liegen da die Nachteile, außer dass es(wie ich schon gemerkt habe) wirklich extrem dick und steif ist?
Deswegen auch die Frage nach aufgeklebten sohlen, da ein nähen von dünneren Sohlen mit dicken aufkleben erheblich angnehmer ist…
danke im voraus..

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Eintrag #24 vom 07. Mai. 2007 22:40 Uhr Nina Chabek  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nina Chabek eine Nachricht zu schreiben.

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Mal eine Frage…
Ich hab nunn auch vor, mir meine Schuhe selber zu machen, da ich nirgends etwas finde das mir gefällt und das ich mir leisten kann. (Hab zwar noch von meinen Anfängen die Carbone Schuhe, aber die waren eine Notlösung ;))
Wie dick soll denn das Oberleder sein? Kann ich das getrost irgendwo bestellen (wenn ja - wo bekommt man gutes leder zu vernünftigen preisen?) oder sollte ich das vorher “befühlen”
Und kann mir jemand das mit der ahle noch mal gaaaanz genau erklären, ich blick da bis jetz nämlich noch nicht ganz durch was ich da genau machen muss… :)
LG
Katherina Ackermann

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Eintrag #23 vom 22. Jan. 2007 15:55 Uhr Jeanette Wette  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jeanette Wette eine Nachricht zu schreiben.

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Hmmm…
auch auf die Gefahr einiger Wiederholungen hin will ich hier mal meine Erfahrungen kundtun:
Material: vegetabil / Eichenloh gegerbtes Rindsleder. Das gibt es in verschiedenen Qualitäten, eine sehr dicke (3-6mm) und in trockenem Zustand rel. wenig biegsame Qualität eignet sich für die Sohle (kein Croupon, bes. für Anfänger nicht!), eine weichere Qualität (meist rötlich) für das Oberleder. Kombiniert vegetabil/fettgegerbtes Leder gibt auch ein prima Oberleder ab, da bin ich mir aber mit der Authentizität nicht so sicher.
Außerdem eine gebogene Ahle, ein Wachs- oder Pechklumpen, Stahlborsten & gepichter Leinenzwirn oder Schweineborsten & unbehandeltes Leinengarn.
Das Leder muss vor dem Verarbeiten gut gewässert werden (einweichen in kaltes bis lauwarmes Wasser)
Achtung: Wenn das Leder trocknet läuft es ein wenig ein. Probiert das vorher bei einem kleinen Stück aus, wie stark das Einlaufen ist und berücksichtigt es bei eurem endgültigem Schnitt.
Achtung II: Nicht zu lange wässern/auf die Qualität der Haut achten! An manchen Stellen ist das Leder dehnbarer als an anderen. Das hat in erster Linie mit den verschiedenen Stücken (Hals, Bauch, Rücken, Hals) zu tun, kann sich aber auch immer individuell unterscheiden. Benutzt nur solche Stücke, die sich nicht stark dehnen lassen bzw. seid vorsichtig beim Wässern der dehnbaren. Das Wässern kann die Dehnbarkeit noch mal erhöhen und nach dem Wenden kann das Oberleder ein bis zwei Größen weiter geworden sein!
Nähen: Zuerst das Oberlder noch mal an die Sohle halten und letzte Maßanpassungen vornehmen. von hier an muss alles genau passen!
Dann das Oberleder schließen. Das geschieht am besten mit einer Naht auf der Fleischseite, bei der die Ahle auf der Fleischseite in das Leder gestochen wird, auf der Seite (in dem Spalt zwischen den beiden Stücken) hinauskommt, auf der anderen Seite des Spaltes wieder in das andere Lederstück gestochen wird und auf der Fleischseite dieses zweiten Stücks wieder hinauskommt. Je nach ßsthetik und Haltbarkeitsansprüchen kann man dann die Fäden kreuzweise führen (bilden kleine Kreuze über dem Spalt) oder auf der gleichen Seite wieder einstechen (bilden kleine Strichellinien parallel zum Spalt).
Dann wird das Oberleder so gehalten, dass die Fleischseite nach außen zeigt. Hierein wird die Sohle (Fleischseite nach oben) gelegt und angenäht. Die Nähtechnik ist folgendermaßen: Die Ahle dringt auf der Fleischseite der Sohle ein, kommt an der Seite heraus und durchdringt dann gerade das Oberleder. Immer mit zwei Fäden im Sattlerstich nähen, dann geht die Naht nur dann auf, wenn beide Fäden durchtrennt werden.
Wichtig beim Nähen:
Bei jedem(!) Stich zuerst die Ahle in Wachs oder Pech einstechen
nicht mehrere Löcher auf einmal vorstechen (bei jedem Stich ahlen - Faden durchziehen - fest ziehen)
Ganz wichtig: Nach jedem Stich den Faden ordentlich fest ziehen. Macht euch dafür am besten Ledergamaschen für die Finger, sonst sind die bald durch
Nie (unter absolut gar keinen Umständen!) den Faden durchstechen!
immer mal wieder ausprobieren, ob Ober- und Unterleder auch noch ordenlich zusammen passen. in nassem Zustand kann es leicht passieren, dass das eine Leder leicht gestaucht, das andere leicht gezogen wird, und am Ende passen die Teile nicht mehr zusammen!
Immer nur nasses Leder ahlen! Wenn das Leder zwischendurch trocknet, wieder nass machen (dabei nM _nicht_ den Leinenfaden nass werden lassen, das lässt ihn leichter reißen)
Das Wenden ist vor allen Dingen eine Sache von Geduld und Kraft (aber nicht Kraft im Arm, sondern in den Fingern. Vor allen Dingen die Schuhspitze wehrt sich immer gegen das gewendet-werden, das wird potentiell schwieriger, je länger und schmaler die Spitze ist (Spitzenreiter: Poulaines, die kann man gar nicht wenden, sondern muss sie von rechts nähen, nichts für Ungeduldige.)
Am Ende bleibt mir noch zu bemerken, dass Schuhe machen ein langwieriger Lernprozess ist. Die ersten ca. 3 Paar sollte man als ‘Lehrgeld’ einplanen, danach aber hat man ein Gefühl für das Material und wie es sich verhält und die Schuhe kommen tatsächlich so heraus, wie man sie geplant hatte!
jea

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Eintrag #22 vom 18. Dez. 2006 19:43 Uhr Simon Schinagl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simon Schinagl eine Nachricht zu schreiben.

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Wieso es “dampfen” heisst, kann ich dir leider auch nicht sagen. Aber das ist ja oft etwas kompliziert mit den Fachbegriffen in den alten Handwerken…
Simon - www.Gratia-Dei.de

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Eintrag #21 vom 18. Dez. 2006 14:18 Uhr Andre Henning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Henning eine Nachricht zu schreiben.

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Gut. Habe bisher auch “nur” Erfahrung mit handwarmem Wasser. Wunderte mich nur über den gar nicht hierzu passenden Begriff.
André

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Eintrag #20 vom 18. Dez. 2006 11:37 Uhr Simon Schinagl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simon Schinagl eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kann Norbert nur beipflichten, mit warmem Wasser funktioniert es etwas schneller als mit kaltem, aber der Unterschied ist nicht groß. Das Wasser sollte aber nicht heiß sein, weil pflanzlich gegerbtes Leder in heißem Wasser stark schrumpft.
Mit kaltem bis lauwarmem Wasser bist du also auf der sicheren Seite…
Simon - www.Gratia-Dei.de

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Eintrag #19 vom 15. Dez. 2006 23:30 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
also bei uns in Niederösterreich nimmt man kaltes Wasser. Das Feuchten braucht ja sowieso nur wenige Minuten. Mit warmem Wasser könnte es noch ein bisschen schneller gehen.
Wenn man warmes Wasser nimmt, nicht über “Kleinfingerlautstärke” hinausgehen. Leder ist im allgemeinen empfindlich gegen feuchte Hitze und wird ab einer bestimmten Temperatur irreparabel zerstört. Bei manchen Ledern liegt die sog. Schrumpfungstemperatur bei 45°C, nur reines Chromleder hält manchmal kurzzeitig 100°C aus. Aber das will hier sowieso keiner. Die meisten Ledersorten liegen irgendwo zwischen diesen Extremen.
Mit richtigem Dampf darf man da nix machen!
Lie Grü,
Gnom
Norbert

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Eintrag #18 vom 14. Dez. 2006 09:20 Uhr Andre Henning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Henning eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Simon,
Frage zum “Bedampfen” - heißt das auch so, weil das Wasser dazu warm sein muss? Oder ist kaltes Wasser auch in Ordnung?
André

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Eintrag #17 vom 13. Dez. 2006 09:27 Uhr Simon Schinagl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simon Schinagl eine Nachricht zu schreiben.

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Alaungerbung ist an der weissen Farbe des Leders zu erkennen. Sie hat den Nachteil, dass sich der Gerbstoff auswäscht, wenn das Leder nass wird. Alaungegerbtes Leder also niemals nass werden lassen und immer gut eingefettet halten. Alaungegerbtes Leder würde ich nicht als Sohle verwenden. Bei Pflanzlich gegerbtem Bodenleder, welches einen braunen Schnitt hat, liegt der Trick darin, das Leder zu “dampfen” (so heisst das in der Schuhmacherfachsprache). Das Leder wird dazu ins Wasser gelegt, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Dann ist es weich genug zum vorstechen, aber es ist noch nicht zu lappig.
Simon - www.Gratia-Dei.de

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Eintrag #16 vom 12. Dez. 2006 19:32 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
zum Wässern: Vegetabil gegerbtes Leder kann man schon ordentlich einweichen. Meist ist es sowieso nach einigen Minuten ganz durchfeuchtet.
Die Alaungerbung ist eine sehr unechte Gerbung. Wenn das Leder nicht ordentlich gefettet ist, wird man in sehr kurzer Zeit sehr viel Alaun auswaschen. Wenn es ordentlich gefettet ist, wird es nur schlecht Feuchte annehmen. Drum am besten vorerst nicht zu viel fetten, und nur in einem nassen Tuch eingeschlagen längere Zeit ziehen lassen. Wärme hilft, aber nicht über 35°C gehen. Alaungegerbtes Leder wird nach dem Trocknen immer ziemlich hart. Es muss während des Trocknens immer wieder ordentlich gewalkt werden, dann wirds wieder weich.
Noch vor 50 Jahren war es üblich, mit Schweinsborsten zu nähen. Nicht nur aus Tradition, die Nähte werden auch dichter. Bei www.flinkhand.de/forum/viewtopic.php?t=224 hab ich einmal eine detaillierte Anleitung reingestellt (der 4. Beitrag in dem Thread).
Leider hat auch meine Bezugsquelle für Schweinsborsten zugesperrt, ein paar Bund kann ich aber hergeben. (Ein Bund zu ca. 30 Stück kommt auf -1,-). Das Garn muss nicht nur unverzwirnt sein, es darf auch nicht nass gesponnen sein, sonst kann mans nicht auseinanderziehen. Mit fertig gewachstem Zwirn kann man keine Spitzen ziehen und daher auch nicht auf traditionelle Weise nähen.
Geeignetes Garn gibts bei der Firma Herfort in Strasshof, Niederösterreich. Ich kann auch welches verschicken. Die mäßige Qualität (“Leinengarn”) kostet(e) -1,74 pro 50g, die gute Qualität (“Bestechgarn”) - 6,64 pro 50g. Beide Sorten sind ungebleicht, ich kann davon (hoffentlich) jede Menge besorgen.
Ich bin nicht sicher, ob ich noch Pech nachkriege, würde aber auch ein paar 30g Portionen schwarzes und 25g Portionen weißes Pech (a -0,80) hergeben.
Die angegebenen Preise sind Selbstkosten, deshalb müsste ich auch den Versand von mir zu euch verrechnen. Eventuell einlangende “Bestellungen” würde ich nach der Reihenfolge des Eintreffens behandeln, was dann aus ist, ist aus.
Leider zählt Geschwindigkeit nicht zu meinen Stärken, deshalb kann die Lieferung etwas dauern (eher erst nach Weihnachten).
Lie Grü,
Norbert

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Eintrag #15 vom 11. Dez. 2006 12:20 Uhr Patrick (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick eine Nachricht zu schreiben.

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Da es mir hauptsächlich um historisch korrekte Ausübung des Handwerks geht, richte ich mich lieber nach den Aussagen von Frau Swann. Am besten ist es sowieso immer, verschiedene Techniken einfach auszuprobieren, ich schätze mein nächstes Paar Schuhe wird zu Testzwecken missbraucht werden.
Patrick

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