Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Warum so wenig Plattner?

Einträge 1 bis 20 (von insgesamt 71 Einträgen)

1 2 3 4

Avatar
Eintrag #71 vom 14. Sep. 2004 00:14 Uhr Matthew Service  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthew Service eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ßbung macht ,....muckis

Endlich mal wieder daheim und jetzt habe ich angefangen ein bisschen blech zu klopfen. Ich habe auch denn gluck als metallbauer eine grosse werkstatt wo ich viel krach machen kann nach den feierabend.
Erste erfolg und miserfolge, eine Normannen helm nach vorlagen aus den armour achive www.armourarchive.org/patterns/conical_sinric am schluss hats nicht ganz so ubel ausgesehen wenn es nicht diese kleine bläschen im schweissnaht nicht dabei waren. Nach mehrmalige versuchen die raus zukreigen habe ich das helm eine “härte” test unterzogen. Es war ein viertel eingedellt aber keine durchbruch, und so ein schlag hat sowieso ein kopf abgerissen.
Ursache fur die bläschen (blumenkohl sagt mein alte chef) war mögliche weise eine kombination aus material und schweissverfahren. Das blech war geeignet fürs tiefziehen und hat eine leicht “verzinkt” ähnliche schicht und mit 1,5mm ist es als erste stuck relativ leicht gegangen. WIG schweissen ist eine schöne sache, aber es erfordert Sauberkeit an die zu bearbeitende stelle und alles anderes wird gleich bestrafft mit schelcht schweiss ergebnisse. Man lernt was jeden tag, schade das manchen dinge sich wiederholen. Noch dazu waren die holz klötze das ich benutzt habe zu klein, was masse betrifft, um das blech bearbeiten.
Zweite versuch; jetzt habe ich eine grosses holz klotz zurecht gemacht und ganze normale stahl blech genommen, allerdings 2mm dick und das fordert viel gedult zusammen mit viel kraft. Es kommt langsam voran, mal schauen wie es sich weiter geht.
“patience is a virtue”

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #70 vom 07. Sep. 2004 12:52 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bördeln

Moin.
Hier eine ganz nette Zusammenfassung (man filtere das Eigenlob aus, dann paßt es schon):
www.livesteelarmor.com/how/edge1.html
Ansonsten schau Dich nach Fachbüchern/Fachschulbüchern aus dem Spenglereigewerbe um, da sind solche Basis- Blechmissbrauchstechniken meist recht ausführlich beschrieben.
Gruß
Ivo

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #69 vom 07. Sep. 2004 11:54 Uhr Peter Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Müller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Techniken

Hallo Stephen,
zum Schweissen: Das beste Verfahren ist auf jeden Fall WIG (Wolfram-Inert-Gas-Verfahren). Funktioniert eigentlich wie autogenes Schweissen (was ich als fast gleich gute Variante empfehlen würde), das Schweißbad wird halt per Lichtbogen erzeugt. Von MIG/MAG würde ich abraten, man hat mit der Nacharbeit der Nähte zu viel ßrger (zu viel Materialauftrag und unregelmäßige Schweißzone). Feuerschweissen macht Spaß, ist aber umso schwieriger, je dünner das Material ist- die nötige Temperatur ist ruckzuck wieder weg. Die Bleche müssen überlappen, deswegen ist das Verfahren für Helmglocken (insbesondere mit Grat) fast nicht geeignet. Authentisch habe ichs bisher nur bei gotischen Armkacheln und Kübelhelmplatten gesehen.
Falls Du noch keine Erfahrung mit der Feuerschweisserei hast, empfehle ich ein paar ßbungsstücke aus 4-5mm Material und das Forum www.messerforum.net.
Zum Bördeln: Leg Dir auf jeden Fall ein Bördeleisen zu (frag mal nen Spengler bei euch, ob er nicht eins rausrücken will). Wenns noch nicht so regelmäßig läuft, zeichne die Umlegelinie leicht mit einem stumpfen Meißel vor, damit das Material weiß, wo es sich umlegen soll. Kante dann das Blech schrittweise so weit ab wie möglich- beim Bördeleisen sind das etwas mehr wie 90°. Dann leg die abgekantete Seite nach oben, und schlag sie langsam schrittweise um (nicht eine Stelle auf ein Mal). Zum vollständigen Schließen wieder umdrehen, die ehemalige äußere Kante aufs Bördeleisen, und leichte Schläge auf die Außenseite des Bördels- fertig. Draht einlegen ist hilfreich, kostet aber etwas mehr Zeit. Mühsam ist die Plattnerei allemal, für das Bördeln einer Schallerglocke brauche ich gut zwei Stunden.
Schöner Gruß
Peter

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #68 vom 06. Sep. 2004 19:05 Uhr Stephen Pajer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephen Pajer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum so wenig Plattner?

mich interessiert zum Beispiel sehr, wie ich 1 - 2 mm Bleche am besten verschweißen kann, was bei den 3 Möglichkeiten Autogenschweißen, Schutzgas oder Feuer (mit Esse und Amboß)zu beachten ist, und ob es hierbei typische Anfängerfehler gibt, die man leicht vermeiden kann (kann zwar treiben, habe aber von der Wärmebehandlung von Metall nur theoretisches Wissen, keine Praxis)
sollte ich da unterleger verwenden, die Enden nur anstoßen lassen oder überlappen? Primär wäre das Verfahren für mich zur Helmherstellung aus 2 Hälften interessant (Schweißnaht von außen möglichst unsichtbar)
Das Bördeln ohne Rad, also nur von Hand gestaltet sich für mich bei 1,5 mm Blechstärke extrem mühsam, ich nehme daher an etwas falsch zu machen. Meine Methode ist, das ´Blech erst über der Holzstock runterzuklopfen, dann über ein flaches Maurerstemmeisen noch mehr zu biegen (der mühsamste Teil) und es dann flach zu hämmern. Dabei ist ein eingelegter 2mm Eisendraht hilfreich für eine rundére Kante. Aber wie “A” ist das? Gehts leichter?
Wilhelm der Widerling

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #67 vom 03. Sep. 2004 12:44 Uhr Peter Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Müller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Der Wissenstransfer...

Tja Stephen…. vielleicht gar nicht so verkehrt, was Du da sagst. Die Diskussionskultur bei TV ist in der Tat manchmal ziemlich ruppig. Einer der Gründe, wieso ich mich lieber in ausländischen Foren rumtreibe. Ein anderer ist, daß man in diesem ausgefallenen Handwerk eigentlich nur “internationalen” Austausch pflegen kann, im deutschsprachigen Raum ist einfach zu wenig los. Die Diskutiererei über Gesenke etc. bitte ich mal großzügig zu entschuldigen, da haben wir wohl den Thread gekidnappt (ups! ;-)). Ivo sehe ich halt nicht allzuoft auf irgendwelchen abgefahrenen Veranstaltungen, deswegen muß man sich forenmäßig austauschen.
Zu Deinen Punkten: Bei dem, was ich zu zeigen habe, lasse ich mir gerne über die Schulter schauen- deswegen schaff ich auch was, wenn ich auf nem Markt vertreten bin- die Leute sollen von der Technik ruhig was mitkriegen.
Das mit dem Erfahrungsaustausch ist so ne Sache. Die Erfahrung, die ich am meisten getauscht habe ist die: Man sucht wegen ner Frage ne halbe Stunde oder mehr in seinen Büchern rum, scannt was ein oder macht eine Kopie von nem Schnitt- und nachdem die Leute das bekommen haben, was sie wollen, gibts nicht mal eine Antwort oder ein Dankeschön. Man sollts nicht glauben, aber in gut 80% der Fälle ists so gelaufen. Das man mit der Zeit nur noch mit “alten Bekannten” Austausch pflegt, kommt dann automatisch.
Die Klugscheißerei ist auch ein Automatismus. Klappern gehört halt zum Handwerk, und auch wenn mal ein bisschen auf dicke Hose gemacht wird, kochen wir alle nur mit Wasser. Es artet halt dann aus, wenn ein für zwei oder mehr Beteiligte interessantes Detail (und das mit den Gesenken ist überaus interessant!) auf den Tisch kommt.
Den vierten Punkt überles ich mal… ;-)
Falls Du konkrete Fragen zum Bördeln etc hast, packs hier doch rein- nur keine falsche Scheu!
Gruß
Peter Müller

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #66 vom 01. Sep. 2004 00:05 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum so wenig Plattner?

Nur mal am Rande:
1)Lohnt es sich nicht, mir über die Schulter zu schauen, weil ich grade erst mit den Basistechniken herumdillettiere: In meiner Selbsteinschätzung gibt das nicht viel zum Austauschen, Beibringen oder als Diskussionsgrundlage her.
2)Beißt sich Großteil dessen, was bei Armourarchive herumgeistert, rein handwerklich- technisch mit dem, was ich (im bescheidenen Rahmen)zur klassischen Blechverarbeitung n Erfahrung bringen konnte- wobei ich da immer noch am Aussortieren bin und noch keine konzisen, druckreifen Aussagen dazu machen kann und will.
3)Stehe ich nach wie vor auf dem Standpunkt, daß man Doble erstens richtig geschrieben wiedergeben sollte und zweitens nicht mit der größten Selbstverständlichkeit mal eben als feststehenden begriff prägen sollte, speziell, wenn deutlich besser informierte Kreise selbigen nur mit der Kneifzange und einem sehr großen Fragezeichen anpacken.
Kurz: In meiner Selbsteinschätzung sollte ich lieber noch ein paar Bücher lesen und eine gute Zeit im Keller mit Experimentieren verbringen, als mal wieder in guter alter Szenemittelaltertradition mit halbgelegten Eiern Seminare zu veranstalten und mich als Wissensquelle aufzuspielen.
Das hat nix mit Infogeiz oder irgendeinem anderen “typisch deutschen” Charakterdefizit zu tun. Solange ich nicht das Gefühl habe, fundiert und guten Gewissens aus der Deckung kommen zu können, lasse ichs bleiben.
Gruß
Ivo

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #65 vom 31. Aug. 2004 12:47 Uhr Stephen Pajer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephen Pajer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum so wenig Plattner?

Was mich verwundert, aber für TV nicht untypisch ist:
Die wenigen Platrtner die es abseits von Tschechen und Amis gibt, zerfetzen sich über den Gebrauch von Dobbles, anstatt ihre unterschiedliche Meinung zu dem Thema einfach im Raum stehen zu lassen und sich über konstruktiveres zu unterhalten. Das ist meiner Meinung nach schade. Ich zum Beispiel habe diesen Thread sehr hoffnungsvoll verfolgt, in der Annahme, etwas über die Techniken des Bördelns (Eisendraht in die Börtelung einarbeiten oder nicht), Konstruktionshinweise für ßsen (wie setze ich Messingösen in die Platte ein, ohne moderne ßsen zu verwenden) das Zuschneiden der Bleche, verwendete Werkzeuge (zB für Sicken), evtl sogar schnittpläne, etc
Tenor ist allerdings, daß sich der durchschnitliche deutschprachige Plattner..
1. nicht gern über die Schulter schauen läßt,
2. am Erfahrungsaustausch nicht sonderlich interessiert zeigt,
3. lieber produziert, indem er die Schreibweise eines Werkzeugnamens verbessert, als unterschiedliche Fertigungstechniken als auch im Mittelalter gang und gäbe annimmt und somit sich selbst als Inhaber der alleinigen und vollkommenen Weisheit sieht.
4. sich somit kaum vom tschechischen Plattner unterscheidet.
Nach dem was ich allerdings von den deutschsprachigen Hobby-Plattnern abseits von TV mitbekommen habe, schätze ich uns anders ein. Es muß doch zu schaffen sein, den freundlichen, hilfsbereiten und offenen Tonfall, der im Erfahrungsaustausch auf den Märkten, wenn man sich zufällig übern Weg läuft, auch hier im Internet beizubehalten.
Die Amis schaffen es auf www.armourarchive.org ihre Schnitte und Fertigungstechniken (ob diese “A” sind oder nicht, sei hier dahingestellt) offenzulegen, um sich gegenseitig unter die Arme zu greifen. Das tun sie nicht weil sie so nette Menschen sind, sondern weil die Schnitte und Techniken erst durch Erfahrung und Know How zu guten Plattnerarbeiten werden. Mehr gute Plattner bedeuten mehr gute Platten, so einfach ist das. (Wenn mehr Leute gute Platten besitzen, kann man besser auf sie einprügeln und das macht mehr Spaß, als tippitappi auf Gambesonträger zu machen - meine Intention, Leuten in meinem Verein die Plattnerei nahezulegen :-)
Ich hoffe, dieses Posting wird nicht als böse Kritik an TV oder den hier postenden, sehr kompetenten Plattnern verstanden, denn so ist es nicht gemeint. Bitte versteht es als ßberzeichnung, um verständlich zu machen, daß ich der Meinung bin, wir können uns wesentlich besser weiterhelfen, wenn wir anstatt zu dikutieren, wer jetzt recht hat, diskutieren, wie wir besser plattnern.
liebe Grüße,
Stephen Pajer,
Plattnerdilletant
Wilhelm der Widerling

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #64 vom 19. Mai. 2004 18:34 Uhr Christine Dahm  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christine Dahm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum so wenig Plattner?

Hallo zusammen,
und wieder ein Plattner weniger… oder besser gesagt ohne Werkstatt.
Ich war am Anfang bei dieser Diskussion dabei und hatte viel Spaß damit.
Leider hat mir meine Gruppe in relativ kurzer Frist die Räume gekündigt.
Ich habe an Werkzeug, Metall, Nieten und Rüstung noch rausgeholt was ging.
Also wer Interesse hat kann mir schreiben, es wäre schade wenn das ganze Zeug in meiner Garage einstaubt.
Grüße und weiterhin viel Spaß beim Arbeiten
Christine Dahm

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #63 vom 17. Mai. 2004 09:44 Uhr Peter Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Müller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum so wenig Plattner?

Hi Ivo.
Zu den Matrizen: Sollte sich das Wort nicht grundlegend in seiner Bedeutung geändert haben, muß man von einem Werkzeug ausgehen. Das mit den Konfektionsgrößen ist sicher nicht so weit hergeholt: Die Missaglias hatten neben ihren zwei Werkstätten in Mailand (in den 1450ern) auch noch ein warhaftiges Harnischkaufhaus- so weit ich den italienischen Text aus Boccias “LE ARMATURE DI S. MARIA DELLE GRAZIE DI CURTATONE DI MANTOVA EL’ARMATURA LOMBARDA DEL ‘400” richtig gedeutet habe (Wort für Wort- ßbersetzung :-) ), konnten die Missaglias ganze Harnisch-Heere innerhalb kürzester Zeit nicht anfertigen, sondern ausrüsten. Anscheinend wurden nach Feldzügen sogar Harnische zurückgekauft.
Gruß
Peter Müller

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #62 vom 13. Mai. 2004 23:09 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eine Rechnung von 1511

Moin.
Hab noch mal nachgelesen bei Alan Williams und Anthony de Reuck, “The Royal Armoury at Greenwich 1515- 1649”, Royal Armouries Monograph 4, LKondon 1998/98, ISBN 0 948092 22 X.
In der Rechnungsliste von 1511 stehen die 16 “dobles” (mit einem B!)…aber an anderer Stelle auch ein “stake for the hedde pecys”, also eine Faust für Kopfteile, sprich Helme.
Wohlgemerkt, es handelt sich um eine Rechnungsliste für die Artikel, mit denen der Bestand im Jahre 1511 aufgestockt oder ergänzt wurde.
Was sich hinter dem Begriff “Dobles” verbirgt, ist nach wie vor zu zweifelhaft, als daß wir hier eine neue Begrifflichkeit prägen sollten!!!
Die Interpretation mit den Gesenkformen stammt von Fffoulkes und wird immer mal wieder aufgegriffen, aber: dessen Werk datiert auf 1912, und jeder, der seine These zitiert, weist auch DEUTLICHST auf das GROSSE Fragezeichen hinter dieser Deutung hin.
Peter, im selben Büchlein steht folgender Hinweis:“At Innerberg one Hans Zanger made patterns or templates (Matrizen) for mass production of munition armours”.
Jo…was waren denn aber nun diese “Matrizen” wirklich?
Gesenkformen? Oder vielleicht lediglich eine Pionierarbeit in Konfektionsmaßen, daß (man erinnere sich an “Asterix als Legionär”) mit den Konfektionsgrößen “klein”, “mittel” und “groß” auch ja an jeden Soldaten irgendwie die vorgeschriebenen Rüstteile ausgegeben werden konnten, ohne Maßanfertigungen vornehmen zu müssen?
Gruß
Ivo

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #61 vom 12. Mai. 2004 23:02 Uhr Peter Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Müller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Matrizen

Kurzer Nachtrag:
Die erhaltenen Originale hab ich noch nicht parat, aber eine Textstelle:
1507 bestellte Konrad Seusenhofer “Matrizen” für knechtisches Zeug bei einem Hans Zanger aus Innerberg.
Gruß
Peter Müller

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne

Arrow_upNeue Einträge oberhalb dieser MarkierungArrow_up

Eintrag #60 vom 12. Mai. 2004 13:57 Uhr Peter Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Müller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Formgebung

Tach mitnand.
Freut mich, daß mein alter Thread mal wieder aufgeflammt ist. Und dann auch noch gleich so lebhaft.
Ich versuche mich mal an die Reihenfolge der Beiträge zu halten:
Vergüten von Rüstungsteilen ist ein alter Hut. Erhöhte Werte sind ab Mitte 14.JH nachweisbar, für frühere Teile aber entweder nicht gemessen oder (nicht mehr) feststellbar. Die Forschung über den Abbau von Härte in Stahl über die Jahrhunderte steckt gerade noch in den Kinderschuhen. Schwieriges Thema, kann man sich stundenlange Werkstoffkundegefechte liefern. Ein gutes Buch dazu: “The Knight and the blast furnace”, Alan Williams.
Wer in die Messung von Originalen einsteigen will, sollte auf mechanische Geräte zurückgreifen. Magnetische oder Ultraschallgeräte zeigen wegen den Schweißstellen und den Schlackeneinschlüssen nur Mist an. Die Meßuhrengeräte bei Dick taugen prinzipiell, allerdings nur an Randbereichen- die Ausladung/ Höhe ist zu gering. Einen stabilen C-Meßrahmen kann man aber mit vertretbarem Aufwand selber herstellen.
Zum Themenkomplex frei Aufziehen/Formeisen: Welche Seite hat denn jetzt recht? Ich denke, beide. Morione gibt es mit vollkommen identischer Lilienverzierung im Dutzend billiger. Die einzelnen Hälften sind für ein Formeisen prädestiniert. Ob das jetzt ein Ober- oder Untergesenk ist, spielt bei dem Modell keine große Rolle, auch in der Geschwindigkeit nicht. Großer Vorteil bei dem Verfahren: Man kann leicht mit ein oder zwei Zuschlägern arbeiten, denn ein exakter Schlag erübrigt sich- das erledigt die Form.
Für die letzten Durchgänge bei gewissen einteiligen Helmen ist ein genaues Formeisen auch vorstellbar- ein Normannenhelm wäre ein passender Kandidat. Hier kann das Eisen Endmaß haben. Da der Rohling bis dahin größer gearbeitet ist, ist zwangsläufig immer Platz zum Runterziehen. Im warmen Zustand legt sich das Blech problemlos bis direkt auf die Oberfläche.
Bei anderen Helmen funktioniert das nicht. Schallern, Eisenhüte, Barbuten, Beckenhauben etcetc. sind fast immer auf zwei zueinander senkrechten Ebenen entlang der Stirnlinie eingezogen, ein exaktes Formeisen würde man also nach Fertigstellung nicht mehr aus dem Helm herauskriegen- auch nicht bei einem halben Formeisen. Also muß man das Werkzeug so lange verkleinern, bis man es wieder rauskriegt- schon landet man bei den Fäusten, die man auf den üblichen Holzschnitten sieht. Es ist auch wirklich kein Hexenwerk, die Helmform über einer Faust zu steuern, die wesentlich kleiner ist oder gar nur Kugelform hat.
Ganz davon zu schweigen, was ein ausgebildeter Geselle anstellt, der den lieben langen Tag nur Schallern klopft (bei der Gelegenheit fällt mir ein, daß ich demnächst einen Bauarbeiter fragen muß, ob er die Anzahl seiner Schippen zählt, damit er weiß, wann seine Schubkarre voll ist. Die Amis.).
Trotzdem: Auf Geschwindigkeit kams ganz sicher an. Ganz genau habens auch die damaligen Profis nicht genommen. Schlendert mal um ein paar Originale rum, wenn ihr den Platz habt. Bei Helmen fällt es besonders krass ins Auge. So gut wie alle weisen gehörige Assymetrien auf- und ich spreche da nicht von Bodenfunden, wo evtl. ein Bagger drüber ist. Anscheinend nur bei Spitzenstücken wurde auch noch darauf geachtet; der Siggi-Harnisch z.B. setzt auch in diesem Merkmal Maßstäbe. Andersherum habe ich mich beim Untersuchen von mancher knechtischer Ware schon gefragt, ob der Plattner bei der Arbeit besoffen war, so schief war das Zeug. Aber selbst in den billigsten Arsenalhelmen steckt noch genug Handwerkskunst drin, daß man den Hut ziehen kann. Wer weiß obendrein, wie wenig Zeit die für den gebraucht haben.
Die beiden “Dobbles” aus dem Tower (sind jetzt in Leeds) stammen übrigens ursprünglich aus den Royal Armouries in Greenwich; irgendwas wird man wohl schon drüber geformt haben. Ein Stempel/ Matritzenpaar für knechtische Brüste des späten 16. gibt es auch noch irgendwo, den Beleg muß ich aber heute schuldig bleiben.
Gruß
Peter Müller

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #59 vom 12. Mai. 2004 01:00 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...

Holger,
fühl dich bitte nicht gleich angepisst, sondern lies bitte was da steht! (ok, es mag mißverständlich formuliert sein…)
Mit dem Hinweis darauf, dass die Teile aufgezogen wurden wollt ich dich nicht verbessern (brauch ich ja auch nicht, denn das schreibst du ja…) und auch nicht persönlich angreifen, sondern wollte damit auf die Arbeitsweise eingehen…
Wenn du das schon mal gemacht hast wirst du wissen, dass du nur auf so einem Dobble, ohne andere Gesenke das Blech nie wirklich an das Teil eng anliegend formen kannst….
Das klappt technisch nicht, zumindest nicht wenn man von Aufziehen / Stauchen im klassischen Sinne spricht…
Tiefschläge liegen mir fern!
Falls du meine Frage, ob du das schon mal in der Praxis versucht hast, als solchen siehst, dann tut mir dies Mißverständnis leid! Ich will dich sicher nicht in deiner Ehre kränken.
Wie dem auch sei, ich habe deine Einträge nochmals gelesen, und festgestellt, dass wir beide eigentlich das Gleiche sagen:
Für die Tiefe der Helmschüssel taugt das Dobble nix….
Ich Stimme dir zu dass man die Teile zur finalen Formgebung verwenden kann, jedoch muß die Staucharbeit auf den Gesenken vorher schon recht präzise sein. Ein geübter Helmschmied oder Plattner wird das damals jedoch auch ohne Dobble problemlos geschafft haben.
Zudem ist die Beleglage für diese Teile vor dem 16.Jh meines Wissens nach recht eng, und selbst die 2 von dir genannten Teile aus dem Tower sind meines Wissens nach (und auch nach deinem Zitat) nicht eindeutig als solche identifiziert!
Grüße Lutz

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #58 vom 11. Mai. 2004 23:55 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nochmal eines...

…zur Beckenhaube, da mich das als 14Jhdlern besonders (be-)trifft:
Eine Beckenhaube in Massenproduktion ist besonders sinnfrei, da meiner Erfahrung nach die genau passen muss. Zu gross, und man muss ein Mörderinnenfutter machen, und sie eckt an den Schultern etc. an. Zu klein, und man bekommt kein Innenfutter rein.
Eine Beckenhaube ist das typische beispiel eines Helmes, der passgenau sein muss. Daran kranken die meissten Tschechenbeckenhaube, weswegen sie mit einem grausligen Schaumstoffinnenpolster kommen.
Gruss, Esca

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #57 vom 11. Mai. 2004 23:46 Uhr Holger Gräf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Gräf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum so wenig Plattner?

Antwort erübrigt sich wohl. Lies dir bitte noch mal meine Postings durch.
Ich habe nie von Treiben sondern von Aufziehen gesprochen.
Bitte…ich kann konstruktive Kritik vertragen und genieße den Gedankenaustausch mit Leuten wie Jens, der nachvollziehbare Gegenargumente anführt aber ich reagiere empfindlich auf gezielte Tiefschläge die jede Objektivität vermissen lassen, okay?
Natürlich schreibe ich nicht über Dinge von dene ich nichts verstehe.

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #56 vom 11. Mai. 2004 22:47 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag

vergessen…:
Der Vergleich der Gugelhupf-Backformmacher-Dobbles mit dem Plattnerhandwerk hinkt sehr, da Ton sich von der Verarbeitung her deutlich von Metall jeglicher Art unterscheidet!
Ein geübter Schmied, der sein Lebtag eine bestimmte Arbeit gemacht hat, produziert problemlos Ware die nur nach Augenmaß gearbeitet, bis auf wenige mm identisch ist.
So ist bei der damaligen (meist zunftgeregelten) handwerklichen Spezialisierung eine Perfektion in den Arbeitsabläufen machbar gewesen, die einen an moderne Maschinenfabrikation denken lässt…
Grüße Lutz

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #55 vom 11. Mai. 2004 22:37 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Theorie und Praxis

Hallo,
@Holger:
Hast du schon mal “geplattnert”
Wenn ich mir deine Ausführungen durchlese, dann denke ich nicht, dass du das schon mal praktisch probiert hast.
Die meisten Rüstteile wurden meiner Kenntnis nach gestaucht, bzw. aufgezogen und nicht getrieben.
Das heißt dass man das Material am Rand außenrum zusammenstaucht um die Form zu erhalten.
Für einen geübten Schmied ist das eine recht einfache Technik für die er nur verschieden geformte Gesenke, Stauch und Bördeleisen (für Sicken und Ränder) braucht.
Um die Ränder entsprechend stauchen zu können braucht man etwas mehr Freiraum hinter dem Material um einem Ausweichen des Materiales mit gezielten Hammerschlägen entgegen wirken zu können, und das ist mit einem der exakten Helmfertigform entsprechenden Dobble definitiv unmöglich!!!
Zur Formkontrolle mag das gehen, aber darauf zu arbeiten geht nicht sooooo leicht wie das in der Theorie klingen mag…
Die Materialstärkenunterschiede an verschiedenen Stellen von Helmen beruhen darauf dass das Blech nicht wie heute gewalzt und damit einheitlich stark war, sondern eben aus dem Barren geschmiedet wurde, und man dabei eben die Stärke den Ansprüchen gemäß variieren konnte.
Desweiteren kann ich mich im Großen und Ganzen den Aussagen von Esca und Ivo nur anschließen.
Grüße Lutz

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #54 vom 11. Mai. 2004 22:32 Uhr Holger Gräf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Gräf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Jens

also um ehrlich zu sein habe ich auch erst Erfahrungen mit einem Holzdobble auf dem ich Spangenhelme herstellen kann…das aber mit erheblicher Zeitersparnis.
Ich bin gerade dabei, ein Holzdobble für eine Beckenhaube herzustellen und plane, diesen in Bronze zu gießen. Alleine die relativ große Menge an Bronze, die dazu geschmolzen werden muß, macht mir derzeit noch Sorgen.
Wenn der Dobble fertig ist werde ich hier über Erfolg oder Mißerfolg berichten.
Sollte ich Erfolg haben, bin ich fest davon überzeugt, daß es Dobbles bei der Herstellung von mittelalterlichen Rüstungen gab denn ich halte die damaligen Fachleute für schlau genug, um auf diese Idee zu kommen…schließlich wurden seierzeit ganz andere Probleme gelöst.
Grüße
Holger

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #53 vom 11. Mai. 2004 22:20 Uhr Holger Gräf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Gräf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum so wenig Plattner?

> Ziehst Du ein Blech von oben auf einen Konus,
> dünnt es sich erstens an der Spitze genauso
> aus, als würdest Du es in eine Höhlung hauen,
> und zweitens verwirft sich der Rand hierbei
> sehr stark.
Nein, jetzt hast Du mich falsch verstanden :-)
Natürlich kann man Stahlblech in der Tiefe eines kompletten Helmes nicht so ziehen wie es beispielsweise im Vacuumforming mit Kunststoff der Fall ist. Das ist mir schon klar ;-)
Ein Dobble war meiner Ansicht nach nicht dazu gedacht “Tiefe” zu schaffen sondern um eine präzise Form zu geben.
Ein Plattner wird sicherlich vorher ein Blech auf herkömmliche Weise über einer Faust (oder was auch immer) aufgezogen haben bis der Stahl die nötige Tiefe eines Helmes hatte.
Wer schon mal versucht hat, einen Helm aufzuziehen weiß, daß das nicht die eigentliche Schwierigkeit ist. Tiefe bekommt ein Blech relativ leicht…nur sieht der “Helm” dann eher aus wie ein mißlungener Kochtopf den man möglicherweise zudem noch parallel verschoben hat.
(um das zu vermeiden, teilen moderne Plattner wie Thing und Price ihre Werkstücke in kleine Bereiche ein und bemühen sich, jeden Bereich gleichmäßig zu bearbeiten wobei das sogar so weit geht, daß sie ihre Hammerschläge zählen.)
Diesen “unförmigen Kochtopf”, der rundum leicht zu groß geraten ist, mag der Plattner dann über den Dobble gestülpt haben um ihn (warm) rundherum auf Maß zu arbeiten.
Dabei wird das Material ausschließlich komprimiert (sofern man keinen Ballhammer oder eine quadratitsche Hammerbahn verwendet) und es wird dabei dicker, nicht dünner. Das dürfte umso einfacher sein, je weniger der “Rohhelm” übermaß hat.
Man arbeitet den Stahl also nicht von oben nach unten sondern immer *an* den Dobble.
Grüße
Holger

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #52 vom 11. Mai. 2004 22:19 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holger...

…ganz ehrlich, ich kenne keinen Beleg, und solange mir keiner einen bringt, und nen wirklich plausiblen Grund, halte ich alles für Spekulation, und vor allem: für nen Gedankengang, bei dem der Wunsch Vater des Gedanken ist.
Weder kenne ich Belege, noch Hinweise, noch Notwendigkeiten, dass ein mittelalterlicher Plattner, der so als solcher eh erst am dem 13/14ten exestierte, sowas verwendet haben sollte.
Ob es eine Technik ist, die für heutige Massenfertigung taugt, weiss ich allerdings nicht, dazu habe ich zu wenig Plattnererfahrung, ziehe es aber bislang in Zweifel.
Ich persönlich würde es nicht anwenden, aber wenn es dazu führen würde, dass günstiger, belegbare, nach Vorlage gearbeitete aus einem Stück getriebene Helme auf den Markt kämen: fein.
Gruss, Esca

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne

1 2 3 4