Pelze die Haare verlieren sind eigeetlich nicht mehr zu retten
Zu achten bei den Fellen wie z.b Reh oder Fuchs
Rehfell: Rehe verfärben 2mal im Jahr, zur Verarbeitung die Sommerdecke (sommerfell) verwenden. im Winter sind die Haare hohl (dient der Wärmeisolierung) und brechen dabei mehr bei dem Reh.
Fuchs: Winterbalg zur Verarbeitung verwenden. Fals jemand den Fuchs selber abbalgen will, ist das Balg von innen grün beim Abziehen, ist die Wahrscheinlichkeit grösser das er nach dem Gerben die Haare verliert. (meist im Haarwechsel der Fall)
leider erst Jahre zu spät entdeckt: das Wildkaninchen kommt ursprünglich von der Iberischen Halbinsel (also eher Westeuropa) - der Name “Spanien” (Hispania) soll phönizischen Ursprungs sein und bedeutete “Küste der Kaninchen” .
Die Chance nicht haarende Rentierfelle (betrifft eigentlich alle Hirsch und Trughirscharten) zu bekommen steht eigentlich bei Null.
Der Grund - Röhrenhaare. Gerade beim Winterkleid.
Und wenn das Haar kurz über der Haut bricht, ist die Gerbung egal.
Ich habe bisher nur ein Winter-Rehfell gehabt (und ich hab ausreichend davon) das wenig bis nicht gehaart hat - aber es ist auch sehr dicht und kurz. Also wenig Chance zum abbrechen.
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Darauf, in den Kleiderordnungen der Städte nachzuschauen, bin ich noch gar nicht gekommen, das wird jetzt der nächste Schritt sein.
Also in Rechnungen, Kleiderlisten und Testamenten aus Paris und London im 14ten sind ne grosse Bandsbreite aufgelistet: Lamm, Biber, Fuchs, Eichhörnchen (nicht Feh, und verschiedene Fell, Jahreszeitenbedingt), Feh, Zobel, Hermelin, Marder, wobei Hermelin und Zobel doch eher den höheren Ständen vorbehalten war, und auch die Anzahl der besessenen Kleidungsstücke mit z.B. Feh regelmentiert war. Es wurd auch zwischem “neuen” und “alten” (d.h. aus dem Futter eines alten Kleidungsstücks weiterverarbeitet Pelz unterschieden.
In der Kleiderordnung von Nürnberg aus dem 14ten wird Frauen z.B. Zwei Kleidungsstücke mit Fehpelzfutter zu, aber Männer wie Frauen durften keine mit Marder, Hermelin, Zobel und Lasitz (Wiesel) tragen.
In Lübbecker Testamenten ist ausserdem von Kaninchen, Otter etc. die Rede.
ich glaube zu wissen, daß das Wildkaninchen (von dem die späteren Rassen abstammen) ursprünglich aus Südeuropa stammt.
In Mitteleuropa wurde das Kaninchen im Mittelalter besonders in Klöstern zur Fleischgewinnung gezüchtet. ßber diesen Weg sollte sich etwas herausfinden lassen.
ßber die Verwendung als Pelztier ist mir nichts bekannt.
Ich bitte um Korrektur von fachlicher Seite, falls ich Mist geschrieben habe :o)
Ich bin gerade auf der Suche nach Antworten auf die Frage: Was für Pelze wurden eigentlich produziert und dann als Kleiderfutter benutzt? Besonders stutzig macht mich der Punkt, dass ich als allererstes auf Kaninchen getippt hätte, aber noch keinen einen (Bild-)Beleg für Stallkaninchen gefunden habe. Vielleicht kann jemand weiter helfen? Ich freue mich auch über Lesetipps zu dem Thema.
Ich konnte trotz intensiver Suche keinen Hinweis darauf finden, dass die Hirngerbung bei uns im Mittelalter gebräuchlich war. Man hat die Felle mit allem möglichen eingeschmiert (Schmalz, Salz, Honig…), und da wäre Hirn auch nicht auszuschließen. Die neue Mode, Felle mit Hirn zu gerben, kommt aber aus Nordamerika. Dort wird diese Technik von den Indianern schon lange angewendet.
Ich kann den Beitrag “Rauchwarenzurichtung” im Lexikon der Seite
Besonders wenn man keinen Pelz sondern Leder draus machen will? Ich habs noch nicht probiert, aber ich weis wie so ein Hirn aussieht und es kommt mir doch recht klein vor!
Die Hirngerbung ist vielleicht eine Möglichkeit. Dazu wird das gekochte Hirn (hat dann die Konsistenz wie gekochtes Ei)des entsprechenden Tieres in das Fell von der (Leder-)Unterseite einmassiert. Am Besten eignet sich dazu ein Marmeladenglas mit geriffelten Bodenrand. Nach dieser Behandlung noch ein bisschen einwirken lassen (2-3 Stunden)dann vorsichtig auswaschen.
PS: Einige Leute beschweren sich dabei über den Geruch beim Kochen des Hirnes, also lieber Kochen, wenn keiner weiter da ist.
Da ich an Kanninchenfelle herangekommen kann, bin ich an natürlichen Methoden interessiert, diese bereits getrochneten Felle zur Weiterverarbeitung aufzubereiten und zu gerben. Insbesondere an natürlichen Gerbstoffen und ßhnlichem bin ich interessiert und dankbar für jeden Hinweis in diesem Zusammenhang.
Kann mir jemand sowas wie Schnittmuster oder Herstellungsanleitungen für das fertigen von Gewändern bzw. Gewandstücken mit Pelzbesatz oder -fütterung geben? Hat jemand Erfahrung mit so was?
Moin Thomas, verbreitet und auch damals nicht allzu teuer waren auch Karnickel- und Hasenfelle, sowie für reichere Eichhörnchen (könnte man bei uns im Rombergpark per Handerledigen ;-). Besonders beliebt waren sie als Futterstoff für Surcots oder - meh in meiner Zeit - den Sideless Surcoat 8Sorry, für meine englische Terminologie, doch bin ich modetechnisch englisch initiiert worden ;-) Kann aber zuhause noch mal meine Quellen checken. Bis dann Thorsten
Der Kürschner sagte auch, daß Pelze Statussymbole waren und an der streng festgelegten Anzahl an verarbeiteten Schweifen der Rang des Trägers abgelesen werden konnte (schwarze Streifen im königlichen Hermelin-Kragen u.ä.). Was könnt Ihr Euch denn noch an authentischen Pelzsorten vorstellen. Die bekanntesten dürften die Pelze vom Schaf/Lamm sein. Danach könnte schon Rotfuchs kommen und der Rest ist zu teuer oder selten. Vielleicht noch Eichhörnchen, Biber, Otter oder (Hallo Hägars!) Robbe, Eisbär oder Ren (Pelztier??). Ratte ist auch möglich, aber will in seinem Pelze schon die Pest die tragen? Ich jedenfalls nicht! Weiterhingespanntundsichinswochenendeverabschiedent,