ok..also ich denke ich wer das Teil erst ein mal gründlichst schrubben.
hab ihn mir mal genauer angesehen:
Es scheint mit innen einen silbrige Beschichtung zu geben (Zinn?)..eindeutig sagen kann ich das aer erst wenn die Oxidation und der Dreck von Jahrzehnten runter ist (zumindest innen, aussen will ich die Patina dran lassen)
mir ist nicht bekannt, das Messing oder Bronze ähnlich gefährlich sind wie etwa Kupfer. Regelmäßige ordentliche Reinigung und Du solltest den Kessel bedenkenlos verwenden können - die Stimmigkeit für die Darstellung nach Zeit und Region mal vorausgesetzt.
ja - gemarkte Zinnbecher kann man mit dem passenden Flussmittel zum Verzinnen verwenden.
Diese bestehen aus Reinzinn.
Ich wollte das nur nicht vorschlagen weil einem beim Einschmelzen von Zinngeschirr doch irgendwie das Herz blutet - egal wie hässlich es objektiv auch sein mag.
Als: Guckst Du auf den Boden des Bechers . dort ist bei lebensmittwelechtem Zinn ne Marke und der Reinheitsgrad in % abzulesen. Und nur sowas verwenden - Marke alleine reicht nicht aus.
Und die von Dir angesprochenen bleifreien Lötzinnstangen sind wenn auch ohne eingearbeitetes Flussmittel meist in folgender Legierung: Sn97Cu3 das heisst 97% Zinn 3% Kupfer
Was mir gerade einfällt. Ich habe jede menge Zinnbecher!! Da diese auch mal zum triken gedacht waren, könnte das doch auch reinzinn sein?? O.K. sie sind alt, deshalb vermute ich mal das die nicht umbedingt bleifrei sind!? Es wäre eine möglichkeit.
Kann man irgantwie feststellen ob zinn bleihaltig ist?? ohne gleich ein labor zur rate ziehen zu müßen.?? Kann man über die ermittelte dichte des materials(gewicht) was feststellen??
Danke für die info. Das ist das was ich meinte. Geht das oder nicht.
Wir haben auf der arbeit zwei dinge. Lötzinnlot in drahtform fürs löten mit lötkolben und stangen lötzinn zur verwendung in Lotbadbändern. Da wird das lot und der fluxer(flußmittel) einzeln verarbeited. Bei den lötzinndraht ist alles in einem. Aber ich befürchte in dem stangenlötzinn bei uns werden auch andere bestandteile drin sein so beim draht.
aber gerade bei Lötzinn in technischen Qualitäten können auch andere Bestandteile drin sein, denk mal an Cadmium etc.
Daher würde ich Dir zum Verzinnen nur und ausschliesslich Reinzinn empfehlen das auch für Lebensmittelbehältnisse geeignet ist. gibts in Stangen oder Barren recht günstig bei Ebay.
Ich habe es irgentwoe gesehen, finde es aber nicht mehr wieder )-: Falls ich es übersehen habe bitte dahin verschieben.
Thema Kupferkessel verzinnen!
Ich kann auf der arbeit an Bleifreies Zinnlot drankommen. Eignet sich dieses Zinn zum verzinnen(weil bleifrei)von kupferkesseln oder braucht es dafür besonderes zinn??
Das Problem mit dem Metallgeschmackt hatte ich auch immer. Mittlerweile ist das Problem gelöst.
Es hilft ungemein, den Topf erstmal “einzubraten”. Das geht so: Topf heiß auswaschen, abtrocknen. Sofort dick mit Kokosfett einpinseln und kopfüber in den Backofen stecken. Vorher sollte man den Backofen mit viel Alufolie auslegen, damit das Fett nicht den Ofen versaut. Dann den Topf bei 180 Grad eine Stunde im Ofen lassen, dabei die Küche gut lüften. Anschließend Topf samt Herd auskühlen lassen.
Hinterher hat der Topf eine schwarzbraune Schutzschicht und sollte deshalb nicht mit Putzmitteln gescheuert werden, sondern nur mit heißem Wasser und einem Lappen gereinigt werden. Sollte die Schutzschicht doch mal abgenutzt sein, kann man den Topf erneut “einbraten”.
Das interessante Phänomen mit dem metallischen Geschmack konnte ich sogar beim Kochen von Teewasser bemerken.
Durch unzureichendes Entfernen des absichtlich oder unabsichtlich verbleibenden ßls im Kessel werden die Reaktionsergebnisse in das nachfolgende Gericht übertragen.
Grund dafür sind imho die ungesättigten Fettsäuren.
In Sonnenblumneöl reichlich vorhanden sind (Beispiele aus Wikipedia)
- C18:2 Linolsäure 62-70% (Linolsäure ist oxidationsempfindlich und altert an der Luft unter Gelbfärbung, die auf die Bildung von Hydroperoxiden zurückzuführen ist.)
- C18:1 ßlsäure 15-25% (ßlsäure ist im Vergleich zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Linolensäure) nur wenig oxidationsempfindlich. Sie oxidiert langsam an der Luft unter Gelbfärbung, die auf die Bildung von Zerfallsprodukten zurückzuführen ist. Hauptangriffspunkt der Oxidation ist die C-C Doppelbindung. Sie wird dabei besonders von Licht, Wärme oder gelösten Metallionen gefördert und verläuft hauptsächlich über radikalische Reaktionsmechanismen. Wichtiger Zwischenschritt der Oxidation ist die Bildung von Hydroperoxiden (-OOH) beim Aufbrechen der C-C Doppelbindung. Die funktionelle Gruppe (-OOH) bildet selbst ebenfalls Radikale und fördern so eine oxidative Kettenreaktion.)
Weiterhin können andere säurehaltige Lebensmittel diesen Effekt verstärken und z.b mit Aminosäuren(Fleisch, Eier, Milch), Nitraten (Pökelfleisch) oder Schwefelverbindungen (Eier) die schwarze Farbe erzeugen. ßbermäßig gesund sind diese Verbindungen keinesfalls und schmecken tun sie auch nicht, wie ja schon beschrieben.
Nun, für das Problem des Teewassers werden wir wahrscheinlich ein Kupferkesselchen verwenden,
unseren Eisenkessel hänge ich nach dem Spülen ohne Einfetten wieder über das Feuer Abstand ca 1 bis 1,5 m. Dies bewirkt, daß der Kessel trocken bleibt und somit nicht rosten kann. Erst zum nächsten Transport wird der Kessel wieder eingefettet, wobei sich hier ein Fett mit gesättigten Fettsäuren empfiehlt. Schweineschmalz ist hierbei haltbar und wenig reaktiv.
Zu beginn der Veranstaltung lohnt es sich, den Kessel gründlich mit Scheuersand zu bearbeiten. Dies entfernt die Fettschicht und eventuelle Eisenverbindungen.
Nein, kein Essig im Essen. Nochmal: Zum Frühstück Haferflocken mit Milch, etwas Honig und kleingeschnittenen ßpfeln, danach Topf gereinigt (ohne Spülmittel) und eingeölt mit Sonnenblumenöl, dann Wasser rein, Gemüsebrühe (naja, sollte schon ein wenig nach was schmecken …) + Mohrüben, Sellerie, Petersilie, Lauch und dann die Mehlklößchen (Mehl, Eier, Milch [oder war es Wasser? - ich weiß nicht mehr so genau] und das Ganze kochen lassen … dann kam diese ominöse Farbe und der metallische Geschmack
Ich glaube icht, dass es an den Äpfeln liegt. Ich habe Lammfleisch mit Äpfeln in einer Apfelwein-Sauce mit in einem genieteten Eisenkessel gekocht, da wurde nichts schwarz, auch nicht das danach gekochte Gerichte.