Eintrag #90 vom 06. Mrz. 2007 18:46 Uhr
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"Roman's Artikel" -> Esse , Balg und Eisen - Schmieden im MA u.a.
Hi Folks,
leider hier nochmals eine Meldung von mir: Da in letzter Zeit wieder vermehrt Leute auf der Suche nach mir und meinen Web-Spuren über die unten stehenden Artikel von 2003 gestolpert sind, hier die nötige Richtigstellung:
DIE ARTIKEL UNTEN SIND NICHT AUS MEINER FEDER!
Ich hatte 2003 und 2004 in mehreren Fachforen ßrger mit einem äußerst begabten Troll, der immer dann endete, wenn ich dort registriert war. Allerdings trieb er meist wochenlang sein gefaktes Unwesen (mit sehr ausführlichen Hintergrunddaten über meine Tätigkeit und Person), so daß ich tatsächlich für den Urheber gehalten wurde und offensichtkich noch werde!
Leider hat das TV-Team weder diese Beiträge hier noch die zum Thema “bläuen von Klingen” (die ebenfalls nur zum Teil Wahrheit in der Sache und zu 0% in der Urheberschaft enthalten ;-) markiert oder gelöscht. Ich hatte damals zeitnah darum gebeten, nachdem mich Mitleser und vermeintliche Diskussionspartner - besonderer Dank geht dabei an Arno verneig - per Mail und/oder Anruf auf die Trollattacke aufmerksam gemacht hatten. Leider bin ich der besagten Person nie habhaft geworden ;-(
Als “Abdichtung” habe ich gute Erfahrung mit einem möglichst dünnen (mm) Holzplättchen gemacht, das ich mit Kaninchenfell bezogen (einfacher: geklebt) habe. Das ganze dann mit einem Lederscharnier angebracht, funktioniert ohne Probleme. Das Fell dichtet hervorragend.
Den Eingriff kannst Du über die “Haut” des Blasebalgs vornehmen. Einfach an der breitesten Stelle einen beherzten Schnitt über die ganze Höhe in den Innernraum hinein und schon kannst Du innen operieren. Nachher dann mit guter Zugabe den Schnitt wieder schliessen (einfacher Stich), das hält dicht. Mich hat der erste Schnitt in die Haut zwar auch reichlich ßberwindung gekostet (selbstgebauter Blasebalg), aber 1.) musste sein und 2.) gar nicht so schlimm und 3.) ist die Wartungsöffnung irgendwie sogar echt “A”, denke ich :)…
besten Dank für Deine Tipps. Dies hilft mir schon sehr viel weiter. Meinst also, das das Loch ungefähr 16 cm Durchmesser haben sollte? Ist es dann schwierig das Loch beim Pumpen Dicht zu bekommen? Was für Stoff würdest du empfehlen? Sollte es weich sein oder eher steif? Ein zweites Loch zu Bohren ist fast unmöglich, da der Balg schon geschlossen ist und ich das Ventil von innen konstruiert habe.
Ich habe ein Spitzblasebalg gebaut, ca. 50 x 100cm. Also etwas grösser noch als die Anleitung: www.die-roemer-online.de (Rubrik Spitzbalg) Beim öffnen des Balgs jedoch brauche ich sehr viel Kraft und der Balg zieht sich stark zusammen. Das Ventil hat einen Durchmesser von ca. 8 cm und von der Mitte mit einem Blachenstoff so konstruiert dass die Luft einströmen aber nicht wieder austreten sollte. Jetzt meine Frage: Ist das Ventilloch zu klein? Oder wie kann ich Luft in den Balg bekommen ohne zuviel Kraft und Zeit zu brauchen?
Naja, zum glück ist jetzt winter, da hab ich genug zeit mich zu informieren. Ich muss dazusagen das ich noch ein Anfänger unter den anfängern bin. Ich brauch schon ewig um mir ne tunika zu nähen:). Könntest du mir den ein spezielles Buch empfehlen? ansonsten wird bald mal ein besuch in der erlanger unibücherei fällig. trotzdem danke
Nein, Christoph, das war ein kleiner Scherz. Man kann sowas nicht kaufen. Und es ist schon eine kleine Wissenschaft, sich die Infomationen dafür zusammenzusammeln. Mein Mann ist da grad intensiv am recherchieren.
Dein Vorhaben ist nicht mal eben so in einem Forumsbeitrag zu lösen. Ich rate Dir, damit Zeit zu lassen. Es gibt keine fertigen Lösungen und auch keine Funde, die man eben mal rekonstruieren kann und erst recht nicht kaufen. Du mußt vielmehr Dein Studium vertiefen und Recherche betreiben, um kombinieren zu können. Auch mal in (Uni-)bibiotheken wühlen, Archäologen mit gezielten Fragen zu Rate ziehen, vergleichen, wie sich Esse und Blasebalg seit der Steinzeit verändert haben - Typologien dazu erstellen - wissenschaftlich arbeiten… ja, ja so ist das halt… oder man guckt sich einfach irgendwas ab von irgendwen in der Hoffnung, daß sich der schon irgendwie irgendwann mal damit beschäftigt hat. Schließlich hat ja Schmieden was mit Hammer und Amboß zu tun und ein Blasebalg muß es wohl auch sein, weil der Elektromotor im Mittelalter noch nicht erfunden war. Verzeih meinen Sarkasmus, doch ich merke schon an Deiner Fragestellung, daß Du es Dir ziemlich leicht machen möchtest. Dafür hast Du Dir aber ein ziemlich kompliziertes Thema herausgesucht.
Die Zeit wäre grob gefasst, das 13. Jahrhundert, mehr frühes als spätes. Ich hab auf der, von dir vorgeschlagenen Seite, nur Feldschmieden mit Fußbediehnung gefunden. Mir wäre aber ein großer balg lieber. Kann man so einen Balg kaufen oder ist es besser den selbst zu bauen?
ich suche schon seit geraumer Zeit nach einer bezugsquelle für eine feldschmiede mit blasebalg, welche man auch für die darstellung verwenden kann. Kann mir da jemand helfen? suche schon seit ein paar wochen, aber erfolglos.
Die verschiedenen Methoden wie man einen Blasebalg bauen kann und die verschiedenen funktionen sind mir soweit bekannt, aber wie sieht es mit funden(speziell mitte13´tes Jhd.) aus??
Weis jemand ob es aus dieser zeit übereste gibt und wie sie aussahen??
Eintrag #78 vom 15. Aug. 2005 11:26 Uhr
Hans-Christoph
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in Deinem Eintrag Nr. 69 hattest Du einen Link zu der ital. Skulptur. Der funktioniert leider nicht. Kannst Du das nochmal versuchen?
Auch in Eintrag Nr. 56 gibt es Hinweise für Amboßformen mit Hörnern vor dem 14. Jahrhundert.
Ich habe bisher allerdings nur ab dem 14. Jahrhundert zahlreiche Abbildungen mit - meist einem - Horn gesehen. Für das 13. Jahrhundert allerdings nur die quadratische Form, wie man sie auch bei zahlreichen Fundstücken aus der Antike und dem Frühmittelalter kennt (z.B. im Domschatz zu Speyer - röm. Ausgrabungsfunde).
Stimmt es das frühers auch Frauen 14Jahrhundert, bei ihren männern an der Esse standen und ihnen aushalfen?
Habe das problem mit meiner Fettkohle(normale Nuss) Versorgung! Mein Kohlehändler, hat den Preis erhöht und in den Säcken ist sehr viel Staub und Kleinkram. Hättet ihr neue adressen für mich?
Eintrag #74 vom 19. Apr. 2005 18:28 Uhr
Hans-Christoph
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Die Luft wird mit mehreren Zügen an der Kette von der unteren Kammer in die obere befördert welche sich dabei aufbläht, diese gibt die Luft dann Dank der Schwerkraft kontinuierlich (mit abnehmendem Füllstand immer langsamer) an die Esse ab.
Ist die Luft verbraucht muss wieder nachgepumpt werden. Geschätzte Dimentsion der von mir gesehenen Bälger: Dreiecksform des Blasebalgs mit Höhe 1-1.5m und Grundseite >1m, Auslenkung eines Blasebalgs nach oben ca 1m.