beleg doch bitte die gegossenen Eisenbarren. ich kenne nur geschmiedete.
bildungslücke?
zum thema amboss: vom Runden Berg bei Bad Urach kenne ich aus einem schmiedeinventar einen amboss, den könnte ich bequem in der manteltasche transportieren. die anderen werkzeuge haben “gewohnte” form und größe.
Das mit dem Ytong ist ja auch nur eine Notlösung. Ich würde gerne eine HC Schmiede benutzen aber die sind sehr rah, und die Freilichtmuseumsleute lassen einen da nicht so einfach rein.
Amboß!
Ich vermute das früher nur einfache Metallblöcke als Amboß gedient haben. Da das gießen von Eisen erst später möglich war, ist dies die warscheinlich logischte Annahme( ich weis; zu viel warscheinlich, vieleicht, und eventuell…;-)nicht böse sein)
Solche einfachen Metallblöcke zum schmieden werden immer noch bei Schmieden in Indien, Japan oder Africa benutzt. Für das reine schmieden reicht das ja auch aus. Mehr fällt mir dazu aber auch nicht ein.??
Ich würde gerne wieder auf den Titel des Thread’s zurückkommen, und der heißt: Thema: Esse , Balg und Eisen - Schmieden im MA!
Ich suche nämlich alles, was ich an Abbildungen von Schmieden, Essen, Blasebälgen und Ambossen bekommen kann. Wer Originalabbildungen (am liebsten aus der 2. Hälfte des 15. Jh) kennt oder weiß wo sie im Netz zu finden sind möge mir diese bitte zukommen lassen. Dabei ist es egal ob es sich um feste Schmieden, oder um Feldschmieden handelt (wobei mir persönlich keine Feldschmiedeabb. aus dem MA bekannt sind!).
Feldschmieden auf Karren kenne ich frühestens aus der Napoleonik, Falls es dazu Belege für’s MA gibt wäre ich auch dafür dankbar!
Auch für Belege von Funden oder erhaltenen, datierten Werkzeugen wäre ich sehr dankbar.
Ich find es ja auch nicht uninteressant wie man sich _heutzutage_ beim Bau einer Esse behelfen kann, aber das geht leider doch am Thema des Thread’s vorbei… denn:
Ytong ist sicher nichts was im MA verwendet wurde!
Was ich bisher in diesem Thread vermisse, ist eine Rekonstruktion einer MA-Schmiede, wie sah die Esse _damals_ aus, wie der Amboss, hatte der die gleiche Form wie heute (ich denke nicht, nach dem was ich an Bildquellen kenne!)?
OK, Zangen, Hämmer, Werkzeug etc. und vor allem die Schmiedetechniken haben sich vermutlich kaum verändert.
Aber ein moderner (evtl. sogar ein französischer Gußamboss…?!?) oder ein gedehtes, gefrästes und Schutzgasgeschweißtes Gesenk sieht halt doch anders aus als die _damals_ verwendeten Teile….
Natürlich macht die Verwendung solcher Hilfsmittel nichts am Ergebnis der Werkstücke aus, und wenn es für daheim ist, spielt das Werkzeug keine optische Rolle mehr, aber für die Darstellung kommt das sicher gar nicht gut!
Ja, auch ich verwende daheim modern gebaute Gesenke etc., aber mich interessiert wie das damals alles aussah um es auf Veranstaltungen mit dem entsprechenden historisch korrekten Werkzeugen glaubhaft rüberbringen zu können.
bei steinen die lufteinschlüße haben wie de yton aber auch natursteine können bei erhitzung im feuer platzen .richtig heftig . hab mir mal bei einem platzer von einem grill ofen (dachte die platte müste eine lötflamme aushalten )
Gratulation, die Idee mit den Holzkohlestücken ist genau der Richtige Weg. Das ist offiziell eine ganz gute Methode, damit klar zu kommen. bei Großen Stücken geht das sogar auch, setzt allerdigs eine sehr gute Holzkohlequalität voraus (große Holzkohlestücke).
Ob Ytong gut ist, weiß ich nicht, kannst Du aber ruhig probieren.
Ich will mal versuche bei meiner kleinen Esse rechts und links den Rand mit Ytong abzudecken, damit ich das mit dem wärmestau hinbekomme. Funktioniert dann im Prinzip wie bei der Japan-Esse.
Wenn ich mal wieder zum schmieden komme kann ich ja bescheid geben ob es was geworden ist.
Bisher habe ich mir damit beholfen das ich mir aus großen ,dicken Holzkohlebrocken eine Art Kuppel gebaut habe um die Wärmeverluste etwas zu minimieren.(geht dann nur für kleine Schmiedestücke) Da die Stücke aber nunmal auch irgentwann weck sind, braucht man viele große Kohlebrocken. Aber im Grunde funktioniert das recht gut!
Wegen des Lüftres würde ich mal auf dem Schrottplatz gucken.
Eine recht detaillierte Bauanleitung für eine Holzkohleesse findest Du im allsseits bekannten Werk “Japanische Schwertschmiedekunst” zu beziehen unter anderem über www.dick-gmbh.de
ist sowieso zu empfehlen.
Die müßte so aber genauso mit Fettnuß funktionieren, wenn auch nicht so berauschend.
Wenn Du in europäischen Essen mit Holzkohle arbeiten möchtest, solltest Du rechts und links neben das Feuer hochkant je einen Schamottstein stellen, dann bekommst Du auch etwas Abstand und einen besseren Wärmestau, der bei der großflächig brennenden Holzkohle notwendig ist, um die Wärme auch ins Werkstück zu bekommen! Ablöschen funktioniert bei Holzkohle nicht, da zu porös! Deshalb auch die hohen Wände bei den jap. Modellen.
Ich habe nun entlich eine kleine Werkstatt und möchte mir dort eine Esse einbauen. Wie sollte ich am besten vorgehen?
Ich schmiede bisher mit Holtzkohle in einer kleinen alten Feldesse mit kleinem tiefem Tiegel. Da die Holzkohle dort von unten belüfted wird und manchmal das Schmiedestück dirkt Blasluft abbekommt was definitiv nicht gut ist; also zum Bau einer festen Esse folgende Fragen?
Da ich ja mit Holzkohle schmiede die am besten von der Seite belüfted wird, brauche ich da doch eher einen ebenen Essenboden? mit Seitlichen Zulufterohren? Wie kann ich das am besten bewerkstelligen? TIPS?
Falls ich dochmal mit Fettnuß schmieden möchte und deshalb einen Tiegel einbaue; wie sollte er aussehen und wie groß muß er max. sein??
Um am besten eine konstante, regelbare Zuluft zu bekommen, bräuchte ich einen Dadiallüfter. Wo bekomme ich einen günstig her?? Gebraucht oder Neu??
ich arbeite in einem unternehmen welches große stahlblöcke ausbrennt, der stahl ist ne ganz netter stahl (verschleißfest) aber noch nicht gehärtet :(
jedenfalls hab ich meine ersten schmiedeerfahrungen auf solch einem ding gemacht, und dafür sind die ganz prima
also wer solche stahlblöcke haben möchte (ca 200mm x 120mmx 250mm) kann sich die bei mir abholen gegen den schrottpreis (versenden wäre zu teuer, ließe sich aber auch machen :)
Zu diesem Thema kann ich nur Markus Balbach empfehlen, der selber Stahl für schwerter in einem mittelalterlichen Rennofen verhüttet (guckt mal im netz unter Damaststahl oder Balbach)
Schmiedekohle ist eine Steinkohle, die mann unter der Bezeichnung Schmiedekohle bei jedem größeren Kohlehändler bekommt (zumindest in Emden) für ca. 35 DM der Zentner
Moin, kleiner Tipp: Wer das mit dem Schmieden mal ausprobieren will kann sich hier über den Bau einer kleinen Schmiedeesse schlau machen: home.t-online.de/home/schwertring/werkst01.htm Ist zwar nicht A aber wer zu hause kleine Messer oder Gewandnadeln machen will ist damit gut bedient. Kostet im Idealfall unter 10,- DM und braucht nur einen Nachmittag Arbeit. Viel Spass beim Ausprobieren Hauke
Mohoin. Ich will mir für unser Heerlager auch ne Feldesse aufbauen. Ich habe eigentlich nur ein richtig großes Problem: Wo bekommt man heutzutage noch Stein-, Fett- oder Schmiedekohle her? Die Quelle aus der mein Opa den Koks bezogen hat, gibt es nicht mehr. Und mit Holzkohle habe ich noch nicht geschmiedet. Besten Dank für Eure (hoffentlich reichlichen) Mails.
Hallo Jan Frank! Ich kann dir folgendes Buch empfehlen: Knivsmeden von Havard Bergland ISBN 82-00-40440-4 Ist leider in norwegisch aber trotzdem sehr informativ. Ich weiß nicht ob es derzeit eine deutsche Ausgabe davon gibt. An Thomas. Es heißt Fettnuß, und man hat sicher mit Holzkohle geschmiedet. Man verbraucht sie nur in rauhen Massen im Vergleich zu herkömlichen Schmiedekohle aber sie funktioniert wunderbar beim Feuerschweißen (z.B.Damaststahl)da du damit mit der Temperatur etwas höher gehen kannst ohne gleich dein Material zu verbrennen. Außerdem kohlt sie auch noch auf, was auch noch ein Vorteil ist. Viel Spaß beim schmieden!!
Hallo Jan, gerade habe ich Deinen Hilferuf vernommen und denke, ich kann dir zumindest mit einigen Tipps zur Seite stehen, was wohl hauptsächlich daran liegt, daß ich meines Zeichens mein Brot als “Waffenschmied” verdiene. Aus diesen und noch anderen Gründen setze ich mich seit nunmehr etwa 10 Jahren mit der Materie auseinander. Auch beim Bau einer Esse und des passenden Blasebalges kann ich Dir sicher helfen. Am besten, Du setzt dich mal telefonisch mit mir in Verbindung und sagst mir, was genau Du wissen möchtest.
Hallo Schmiedefreunde…. Als ich vor etwa 7 Jahren in die Mittelalterscene einstieg, habe ich nach kurzer Zeit meine Liebe zum schmieden gefunden. Ich hatte das Glück, einen Meister zu treffen, der mir fortan das wichtigst beibrachte. Doch zum Thema : Ich halte es für nahezu unmöglich, eine authentische Feldschmiede wiederaufzubauen, es sei den, man investiert einige Tausender. Ich denke aber auch, das es nicht SOOOO wichtig ist, die Schmiede absolut authentisch aufzubauen, denn es sind eher die Werkstücke und das Werkzeug, die das ganze ausmachen. Und es existiert noch ein großer Unterschied zwischen einer fest installierten Schmiede auf einer Burg (sehr groß und viel Kapazität) und einer Feldschmiede. Hier konnten nur die nötigsten Reparaturen ausgeführt werden. Die Esse war auf einem Karren aufgebaut und blieb dort, nur der Amboss und der Stock wurden heruntergenommen, wenn man die Schmiede in Betrieb nahm. Ich habe immer versucht, eine Feldschmiede darzustellen, auch wenn ich nicht über einen Karren verfügte. Es ist eben eine Kosten- und auch nicht zuletzt eine Transportfrage, denn eine Feldschmiede hat schnell die Größe die über das Ladevolumen handelsüblicher PKW´s hinausgeht. Wenn ich einen neuen wagen mit Anhänger mein eigen nenne, werde ich meine Schmiede wohl wieder in Betrieb nehmen aud ausbauen. Werkzeug und Amboss sind noch vorhanden, der Rest kommt dann wieder. Ok, bis dann
Tharalo, der Unbrennbare. Feuerteufel und Wandermagier
Hallo miteinander, darf ich mich hier kurz einklinken? Ich muß nächsten Monat ein Referat über Rennöfen/frühe Eisenverarbeitung halten. Hat irgendjemand evtl. ein paar nützliche Tips für mich? Von Literatur über Museen bis … Danke schonmal im Voraus!