Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Herstellung von keltischen und römischen Fibeln

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Eintrag #1 vom 30. Mai. 2007 21:19 Uhr Thomas Schäfer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schäfer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich suche nun schon seit Tagen im Internet nach Tipps, wie man keltische und römische Fibeln aus Bronze selbst gießen kann. Das Schmelzen und Legieren der Bronze dagegen macht mir, den Göttern sei Dank, keine Probleme mehr. Viele Teile der Fibeln geben mir Rätsel auf, wie ich sie in eine Form einarbeiten kann. Besonders hilfreich wären da Beschreibungen, die eventuell noch mit Bildern versehen sind. Wie stelle ich z. B. die langen, mehrfach gewundenen Spiralen her, die vermutlich nachträglich eingepasst werden? Gibt es da passenden Bronzedraht oder muss ich den auch irgendwie selbst gießen? Wie wird die Aufnahme für die gespannte Nadel hergestellt? Sicherlich muss nach dem Guss der Fibel vieles noch nachträglich geändert werden (Bohren, Schleifen, Sägen etc.). Besonders interessant wären für mich Tipps, wie ich die Fibeln im Sand-Formkasten gießen kann. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Römer früher Modelle aus Blei hatten, die sie in Ton gedrückt und damit ihre Form hergestellt haben. Wenn ich mir die Fibeln aber so anschaue, ist es mir ein Rätsel, wie das vonstatten gegangen sein soll. Ich habe in diesen Seiten lange gesucht und leider nichts gefunden. Ich schreibe das, weil ich mich entschuldigen will, wenn ich doch etwas übersehen haben soll. Für Euere Tipps und Anregungen bedanke ich mich recht herzlich im voraus.
Galloroemer

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Eintrag #2 vom 31. Mai. 2007 11:53 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Bei den Fibeln, wo der Draht aus dem Fibelkörper “rauswächst”, ist er in der Regel als kurzes Halbzeug mitgegossen und dann nachträglich ausgeschmiedet. Das ist eine Arbeit, die verflixt viel Geschick und ßbung erfordert. Also eher nix für den Anfang.
Bei einem Fund habe ich neulich mal eine Stelle gesehen, die aussieht, als sei der Draht angelötet. Ob ich das richtig interpretiert habe, weiß ich aber nicht genau.
Vielleicht erst mal mit den späteren germanischen Fibeln anfangen, die zweiteilig sind (d.h. wo der Draht separat ist)?
Gruss, Claudia

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Eintrag #3 vom 31. Mai. 2007 17:51 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Meines Wissens bestanden die meißten Fibeln aus Kupfer, nicht aus Bronze.
Ich bin stolzer Besitzer von 2 Keltischen Fibeln und einer Hochmittelalterliche Ringfibel. Alle wurden von mir selbst hergestellt und aus Draht gebogen(Abisoliertes Kabel, Die Ringfibel ist aus etwa 4mm dickem Stahldraht.) Bei zwei bestehen auch die Nadeln aus Draht, bei der dritten habe ich eine Nähnadel angelötet. Alle haben sich bis jetzt bestens bewährt! Der Arbeitsaufwand betrug je nach Modell etwa 45 min. Das anlöten der Nadel dauerte etwa 15. Natürlich bekommt man beim Gießen wahrscheinlich schönere Formen, aber eine Alternative ist es alle mal.
Gruß
Martin

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Eintrag #4 vom 01. Jun. 2007 00:48 Uhr Birgit (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit eine Nachricht zu schreiben.

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Kupfer??
Hast du da mal ne Quelle oder besser noch einen Fund für mich?
Mein Kenntnisstand bezieht sich da jetzt mehr auf Gold oder Bronze.
LG
Birgit, die zusieht das sie jedes Jahr ein betten besser wird;)

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Eintrag #5 vom 01. Jun. 2007 17:25 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Martin,
mit den “keltischen Fibeln” hast Du ganz offensichtlich etwas mißverstanden. Damit sind nicht die Ringfibeln gemeint, die in Irland im Mittelalter verwendet wurden, sondern Fibeln der Antike, wie z.B. auf dieser Seite unten zu sehen (etwas runterscrollen): www.noricum.de/html/kelten.html
Das biegt man nicht so einfach aus nem abisolierten Kupferdraht - und die waren auch nicht aus Kupfer.
Gruss, Claudia

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Eintrag #6 vom 01. Jun. 2007 20:48 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Einer meiner keltischen Fibeln ähnelt dem Modell “Mittellatene-schemafibel”, wenn man davon absiet, dass die Spiralen meiner Fibel küzer sind. Die andere ist die Typische Brillenfibel der Hallstadtzeit, die ich dem Original aus dem Museum in Hallstatt nachempfunden habe. Dieses Modell bestand ganz sicher (auch das original) aus Kupfer. Dass meine Ringfibel Hochmittelalterlich ist und nichts mit dem LaTene zu tun hat, habe ich glaube ich in meinem letzten Eintrag schon erwähnt. Ich bin davon überzeugt, dass man beim Gießen von Fibeln eine höhere Qualität erzielt und ganz andere Formen machen kann, aber die Fertigung aus Kupferdraht ist sicherlich eine einfachere Alternative.(Schon alleine wegen der giftigen Dämpfe, die angeblich beim Gießen von Bronze entstehen.)
Gruß
Martin

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Eintrag #7 vom 02. Jun. 2007 00:00 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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Also Kupferfibel sind mir erlich gesagt auch nicht bekannt. Reines Kupfer läst sich auch verdammt schlecht Giessen. Bei der Bronzeherstellung entstehen keine giftigen Dämpfe, Messing ist da wegen dem Zink schon mit vorsicht zu geniessen. Bei den Funden hat man es meistens ( laut Metallurgischen Untersuchungen ) mit Zinnbronze zu tun. Die im Ma und der Antike verwendeten Kupfer Zink Legierunge haben allerdings mit unserem heutigen Messing wenig zu tun. Der Zinkanteil liegt unter 30% (Heutiges Standart Messing liegt bei 40%). Das früher verwndete Messing entspricht einer heute Tombak genannten Legierung.
(der gerade in der Goldschmiedeschule Legierungstechnik durchnemmende)
Thorsten (Dagobert, Ministrie et Miles Karls des Großen)

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Eintrag #8 vom 02. Jun. 2007 00:03 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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@ Thomas
Probiere es beim Sandguss mit einem Wachsmodel das funktioniert auch prima. Und das Model geht auch nicht verloren.
Thorsten (Dagobert, Ministrie et Miles Karls des Großen)

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