Achso, dann bin ich mit meiner ßberlegung falsch gelegen mit der Härte. Stimmt, der Drahtstahl lässt sich sicher nicht gut härten..
Nunja, es reißen die flachgeklopften Enden der ringe ein wenn ich eine Niete einschlage, aber ich denke das passiert daher, dass ich Nieten aus hartem Stahl verwende (Stahlnägel), ich sollte die Nägel wie in den Anleitungen wohl auch vorher weichglühen. Meine Ringe habe übrigens auch nicht weichgeglüht, bestimmt reißen sie deshalb auch ein.
Also wieder was dazugelernt, vielen Dank für die Tipps! Werd gleich mal mit weichgeglühten Ringen experimentieren ;)
Der Draht den Du für den Bau der Ringe verwendest, wird in der regel nicht härtbar sein, da er, wie Timm schon erwähnte, nicht genug Kohlenstoff hat.
Gezogener Draht ist wegen dem zwischenglühen bei der Produktion warscheinlich eh entkohlt.
Zudem, solltest Du wirklich härtbaren Draht finden, bzw verwenden wollen, würde das den Aufwand für ein Kettenhemd ins extrem treiben. Zudem wäre der Nutzen nur minimal bzw warscheinlich nicht vorhanden.
Weiche Ringe haben, wie schon oben erwähnt, den Vorteil das sie sich bei Belastung verbiegen können und eben nicht wegplatzen. Und die Nietung ist bei Belastung das was am wenigsten platzen sollte.
Es gab hier in den tiefen des Forums ein gleiches Thema (suchfunktion) wo auch viele Bilder eingestellt waren um mal schon den Aufwand zu zeigen wenn man sich die Mühe macht die Ringe Feuer-zu-verschweißen.
Härten im klassischen Sinne kann man Stahl nur, wenn der Kohlenstoffanteil im Stahl über ca. 0,4% liegt. Ich möchte bezweifeln, dass dein Hemd bezw. die Ringe aus härtbarem Stahl gemacht wurden. Allerdings ist es möglich, dass durch die Stahlbearbeitung das Gefüge des Stahls verdichtet wurde, was auch zu einem Härtungseffekt führen kann. Diesen kann man in der Tat durch glühen beseitigen, jedoch lässt sich der Proßess nicht durch eine weitere Wärmebehandlung rückgangig machen. Wenn du dein Hemd also härten wolltest, müsstest du eine sogenannte Einsatzhärtung vornehmen, dies tut man, indem man dem Stahl Kohlenstoff zuführt (wird auch Aufkohlen genannt).
Ich hab bereits mein erstes Kettenhemd fast fertig gebaut und möchte nun ein genietetes beginnen, hab schon fleißig herumexperimentiert.
Jetzt hab ich viel gelesen das die leute bei genieteten Hemden die Ringe ein- bzw. mehrmals ausglühen um sie weicher zu machen.
Was mich verwundert ist, das es dabei bleibt! (Und Kettenhemden sollten doch so hart sein wie möglich damit die Ringe nicht aufgesprengt werden.)
Wäre es nicht sinnvoller die flachgeklopften Ringe nach dem aufbohren wieder zu härten? Ich hab vor allem bemerkt das mit nicht weichgeglühten Nieten (Nägel) das Eisen des Ringes leicht einreißt an den nietstellen da die Niete so hart ist.
Jetzt hab ich mir doch gedacht warum denn nicht so: Zuerst Ringe glühen, dann flachklopfen, überlappen und aufbohren, dann härten und zum schluss mit gehärteten Nieten verschließen.
Und die Frage ist natürlich gibts historisch was einzuwenden, ich will ein möglichst authentischens Hemd erhalten ;)