Eintrag #3 vom 31. Okt. 2000 12:38 Uhr
Ivo Malz (IMMS)
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Moin! Leder färben- wie? Kommt drauf an. Von historischen Färbetechniken kenne ich nur das Kordovan- oder Korduanleder, bei dem die Gerblohe mit Henna versetzt wurde und so das Leder rotbraun färbte. Allerdings stammt diese Technik aus Nordafrika, bzw. den arabisch besetzten Gebieten in Spanien (der Name leitet sich von der Stadt/dem kalifat Cordoba ab). Früher handelte es sich dabei um Ziegenleder in einer seiner teuersten Erscheinungsformen. Das heute erhältliche Kordovanleder ist auf die selbe Art gegerbtes Pferdeleder und zählt nach wie vor zum exklusivsten und teuersten der modernen Herrenschuhanfertigung. Wenn Du es nicht gar so originalgetreu haben willst, würde ich Dir empfehlen, unbeschichtetes Leder zu nehmen und es entweder mit der in jedem Schuhmacherbedarf und jedem Lederladen erhältlichen Lederauffrischfarbe einzustreichen (danach fetten, sonst wird das Leder brüchig!) oder die flüssigen Farben für Nubuk/“Wildleder” zu verwenden, die ziehen dank ihrer Konsistenz besser ins Material als die übliche Schuhcreme. Aber vermeide um Gottes Willen glänzend farbbeschichtete Leder, die sehen auf Kilometer nach Plastik aus. Und halte eventuell nach bereits gefärbten Ledern Ausschau, die gibt´s in Tönen, die ganz brauchbar sind. Idealerweise nimmst Du dann durchgefärbtes Leder, beim walzengefärbten bleibt die Schnittkante grau oder braun, was etwas unschön aussieht. Schreib am besten, für welchen Einsatzzweck Du Leder färben willst, dann kriegst Du eher genaue Infos und ggf. Alternativen aufgezeigt. Gruß Ivo
