Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Lederersatz aus Feuerschwamm

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Eintrag #1 vom 02. Mai. 2003 20:03 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Verzweifelter Hilferuf!
Ich suche nun schon seit Jahren in Bibliotheken und im Internet Informationen über die Verarbeitung von Feuerschwamm (Fomes fomentarius) zu einer Art Lederersatz. Leider konnte ich bisher nur sehr vage Beschreibungen dieser Technik finden. (…den Schwamm in heißer Asche gären…?!wie soll das gehen?)
Nach einer bestimmten Vorbehandlung kann das Trama auf ein Vielfaches der ursprünglichen Fläche ausgeschlagen werden. Nur wie sieht diese Vorbehandlung aus? Frischer oder trockener Zunderschwamm zerbröselt unweigerlich, sobald man ihn mit dem Hammer bearbeitet. Das fertige Produkt sollte ziemlich weich, aber doch fest genug zum Nähen sein.
Noch um etwa 1900-1930 waren Mützen aus Schwammleder in Böhmen gebräuchlich.
Wäre sehr dankbar für Informationen jeglicher Art.
Liebe Grüße und alles Gute
Norbert

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Eintrag #2 vom 03. Mai. 2003 05:01 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Norbert
Hm, gute Frage. Ich habe auch schon davon gehört. Probiert habe ich die Herstellung dieses Lederartigen Werkstoffes noch nicht direkt, habe aber schon festgestellt, das der Zunderschwamm durch Kochen weich wird und sich zu einem gewissen Grad “Flachklopfen” lässt.
In einem Lexikon habe ich einmal den Begriff “Zundelmacher” aufgegabelt (auf der Suche nach dem “Zunderschwamm”). Dieser Beruf soll ebenfalls noch im letzten jahrhundert vor allem im Bayrischen ausgeübt worden sein. Mehr weiß ich zwar auch nicht darüber, aber vermutlich hilft es schon, wenn man mit “Zundel” oder “Zundl” neue Stichworte für die Suche hat. Leider kann ich nicht mehr sagen, wo genau ich davon gelesen habe, aber mehr, als ich jetzt hier wiedergegeben habe, stand da glaube ich sowieso nicht drin.
Frag doch auch mal bei Museen nach, die Experimentalarchäölogen haben bestimmt schon Erfahrungen mit sowas.
Euer Arno

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Eintrag #3 vom 08. Dez. 2003 00:44 Uhr Thorsten Koch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Koch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mütze

Moin,
vor längerer Zeit im Landesmuseum Herne hatte ich eine Präsentation gesehen, wo es u.a. um Feuermachen zur Steinzeit ging. Der Archäologe hatte u.a. eine Mütze und eine Art “Tischdeckchen” aus Pilzschwamm dabei. Fühlte sich recbt angenehm an. Die Technik soll in Rumänien, ggfs. Ungarn noch einigermassen lebendig sein, wenn ich mit recht entsinne, es sollen auch komplette Kleidungsstücke mit diesem Material realisierbar sein.
Das Garen in heißer Asche ist meines Wissens nach hauptsächlich notwendig, um die Eignung des Schwammgewebes als Zunder durch Nitrieren zu erhöhen. Denke, nur um die Geschmeidigkeit zum Aushämmern zu erhöhen, dürfte Kochen in normalem Wasser ausreichen. Habe aber leider noch keine eigene Erfahrung damit.
Alles Gute,
Thorsten

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