Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Leimherstellung und Verwendung

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Eintrag #1 vom 31. Mrz. 2001 23:16 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Seid gegrüsst! Ich habe irgendwo (kann mich leider nicht mehr erinnern, wo) gelesen, dass im Mittelalter der Vogelfängerleim aus Misteln hergestellt wurde. Beim Suchen im Internet wurde ein Hinweis ausgespuckt, daß die Römer Mistelleim zum Vogelfangen benutzt haben. Nun habe ich dazu mehrere Fragen: a) Weiss jemand was genaueres zur Verwendung von Mistelleim im MA? b) Wie wurde das Zeug hergestellt? Ansonsten würden mich auch Tips zur Knochenleimherstellung interessieren. Wer hat Erfahrungen damit? Stärkeleim ist nicht interessant, da genügend Rezepte vorhanden. Danke,
Claudia

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Eintrag #2 vom 02. Apr. 2001 14:21 Uhr Hans Trauner   Nachricht

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Zu Leimen aus Misteln weiss ich nix, aber zu Knochenleim. Im Prinzip ist Knochenleim das Produkt aus ausgekochten und eingedickten Knochen,und zwar bestimmter Teile, Knorpeln eher als Knochen. Geht auch mit Haut und z.B. mit Fischblasen. Beschaffung: Einfach kaufen. In jedem guten Künstlerbedarfsladen gibts Knochenleim, Hautleim und Hasenleim fertig zum Ansetzen.
Grüße, Hans

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Eintrag #3 vom 02. Apr. 2001 20:23 Uhr Ines Hardy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ines Hardy eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Claudia! Den Mistelleim hab ich bisher noch nicht ausprobiert, aber als Kräuter- und auch Mistelsammlerin hab ich die Erfahrung gemacht, daß die zerdrückten Beeren zwischen den Fingern kleben wie Ochs und es eine absolute Sauerei ist, daß wieder abzubekommen. Am ehesten noch mit Kaugummi zu vergleichen. Einfach mal rumprobieren.
Ines, die Duftge von Mittgard

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Eintrag #4 vom 15. Apr. 2001 19:21 Uhr helmut gans   Nachricht

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hallo,ich habe zwar nichts über mistelleim,aber ein rezept für kaseinleim.man nimmt einfach quark,und mische ihn mit etwas borax.(zb.:aus der apotheke)und lässt ihn ca.2h stehen.dann auf zum kleben.wenn der leim etwas zäher und nicht so spröde sein soll,mische man noch etwas leinölfirnis dazu.dieser kaseinleim ist auch ein grundstoff für naturliche wandfarben(kaseinfarben).ps.:wenn du was über mistelleim erfährst ,wäre ich dir dankbar für eine mail.
strega

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Eintrag #5 vom 20. Apr. 2001 20:33 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Danke an die Antwortenden, aber da offenbar niemand was über Mistelleim weiss, kann der Thread gerne zugemacht werden. Gruss, Claudia

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Eintrag #6 vom 02. Mai. 2003 18:38 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Leider habe auch ich keine Erfahrung mit Mitselleim. Zum Thema tierische Leime kann ich aber einen Eintrag auf der Homepage des Museums Düppel empfehlen:
www.dueppel.de/
dort ins Forum und dort zum Eintrag Knochen/Fischleim
Liebe Grüße und alles Gute
Norbert

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Eintrag #7 vom 20. Aug. 2004 08:49 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe letzte Woche erstmals mit Knochenleim geklebt, hat auch gut geklappt.
Nun habe ich allerdings ein Problem:
Ich wollte den Rest des Leims eintrocknen lassen und bei Bedarf ggf. wieder auflösen. Der Leim ist zwar eingetrocknet, hat aber auch kräftig angefangen zu schimmeln, obwohl er trocken und - soweit das in einem offenen Glas geht - luftig stand.
Hat jemand Erfahrung damit ?
Wie kann ich das Schimmeln beim Eintrocknen verhindern ?
Grüße von der Spree
Ulli, märkischer Schuhmacher

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Eintrag #8 vom 21. Aug. 2004 07:52 Uhr Maik Vogel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Maik Vogel eine Nachricht zu schreiben.

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Das mit dem Schimmel ist mir auch bei meinem ersten Knochenleim versuch passiert. Hängt das Schimmeln evtl. mit der Luftfeuchtigkeit zusammen ?

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Eintrag #9 vom 21. Aug. 2004 11:01 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr
Das Schimmeln lässt sich leicht verhindern:
Man lässt den Leim soweit eintrocknen, bis er Geleeartig fest geworden ist. Dann Zerteilt man ihn mit einem Messer (Löffel geht auch, tut aber mehr weh ;-)) in kleinere Stücke, so das durch die vergrößerte Oberfläche das Wasser schneller verdunsten kann. Schon fertig.
Man kann den Leimrest auch einfach auf eine Fläche (z.B. Backblech o.ä.) ausgießen, so das nur eine dünne und damit schnell trocknende Schicht entsteht.
Der Trick ist einfach nur der, dafür zu sorgen, das der Leim schnell genug trocknet. Natürlich hängt das auch mit der Luftfeuchtigkeit zusammen. Beide oben genannten Verfahren habe ich ausprobiert.
Man darf naürlich nach Möglichkeit gleich nur soviel Leim anrühren, wie man auch wirklich benötigt. Ist natürlich Erfahrungssache. Die groben, eingetrockneten Stücke lösen sich beim erneuten Anrühren schlecht und man muß sie lange einweichen, bis man den Leim verwenden kann.
Euer Traumschmied

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Eintrag #10 vom 23. Aug. 2004 13:13 Uhr Stefan Deuble  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Deuble eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Ulli,
ich schütte einfach ca. 3 mm Ascorbinsäure (Vitamin C in Pulverform aus der Apotheke) oben auf die “Haut” des erstarrten Leims. Das Milieu mag der Schimmel nicht. Vor der nächsten Benutzung schütte ich das Pulver wieder in ein anderes Gefäß und mache den Leim wieder heiß.
Herzliche Grüße,
Stefan

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Eintrag #11 vom 24. Aug. 2004 10:22 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Stefan
Tja, das geht sicher auch. Mache ich aber nicht, weil ich den Leim ja hauptsächlich zum Schwertscheidenbau nehme und mir die Klingen zusammenrosten, wenn Säure mit im Spiel ist…
Man sollte diese Methode also immer dann NICHT anwenden, wenn zusätzlich noch irgendwelches Metall im Spiel ist.
Ansonsten: Bei Dudelsackdichtmittel (Knochenleim und Glycerin) hat sich auch eine ganz geringe Zugabe von Sorbinsäure (gibt `s in der Apotheke und manchmal auch im Supermarkt im Gewürzregal) bestens bewährt.
Auch moderner Holzleim ist übrigens sehr sauer, weil `s Pilze und Insekten nicht mögen…
Aber nochmal: Nur machen, solange kein Metall mit im Spiel ist!
Euer Traumschmied

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Eintrag #12 vom 24. Aug. 2004 10:42 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Stefan,
danke für den Tipp.
Und schön, mal wieder von Dir zu hören.
Da ich den Leim ausschließlich für Holz verwende, richtet Ascorbinsäure keinen Schaden an. Ausserdem ist sie wasserlöslich, Reste dürften sich also auch von der noch festen Leimoberfläche abspülen lassen.
Ich probier’s damit.
Herzliche Grüße von der Spree
Ulli, märkischer Schuhmacher

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Eintrag #13 vom 24. Aug. 2004 11:22 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Gegen den Schimmel kann man auch etwas Kupfervitriol verwenden. Der Nachteil ist nur das der Knochenleim eine grüne Farbe annimmt.
Auch möglichst luftdichte gGfäße erhöhen die Haltbarkeit. Z.B ein altes Einweckglas.
Turtle

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Eintrag #14 vom 03. Jul. 2006 22:16 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
wenn man ein dicht schließendes Gefäß hat den Leim einfach zum Schluß nocheinmal schön heiß werden lassen, den Deckel kurz in das kochende Wasserbad geben und dann (noch heiß) zuschrauben. Ist pasteurisiert und hält sehr lange.
Ohne Pasteurisieren hält sich Warmleim im Kühlschrank mit Glück auch drei Wochen.
Lie Grü,
Norbert

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