Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Löffelschnitzer / Holzwerkzeug im MA

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Eintrag #2 vom 15. Aug. 2008 09:19 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Buchenholz

Keine Sorge, ich spare mir meinen üblichen Sermon gegen Buchenholz. Dennoch wüsste ich gerne ob die Verwendung von Buchenholz für Löffel und Schüsseln einer Vermutung oder historischen Quellen entnommen ist. Da kenne ich nämlich nur sehr wenige Ausnahmen bei denen Buche verwendet wurde. Bei Schalen kenne ich unter anderen eher Ahorn, bei Löffeln Obsthölzer und immer wieder Buchsbaum.
Bei den Windsheimer Funden bist du ja schon auf dem richtigen Weg, dazu gibt es eine Ausführliche Abhandlung mit Zeichnungen der gefundenen Stücke: www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #1 vom 14. Aug. 2008 20:19 Uhr Andreas Betz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Suche Informationen über den Beruf des Löffelschnitzers

Hallo zusammen!
1.) Ich suche allgemeine Informationen zum Beruf des Löffelschnitzers im Mittelalter.
Bei der Suche im www habe ich leider nicht sonderlich viel gefunden.
Auf der Internetseite des Handwerks- und Heimatmuseums “Drehkoite” habe ich allerdings diesen Artikel hier gefunden:
Das Löffelschnitzen war an sich eine Nebentätigkeit der Schüsseldreher. Als Löffelholz eignete sich das Abfallholz vom Schüsseldrehen und das Buchenholz, von dem es ja in den heimischen Wäldern genug gab. Zur Löffelherstellung wurden von einem entsprechend langen Baumabschnitt Holzscheite abgetrennt und mit der Axt auf die grobe Löffelform zugehauen.
Mit einem speziellen breitschneidigen Beil wurde sodann der Holzscheit auf die genaue Löffelform zugehauen. Die Löffelhöhlung erreichte man zunächst mit dem “Hohlbeil”. Mit dem ebenfalls halbrund geformten “Höhlmesser” wurde die Löffelhöhlung geglättet.
Der äußere Löffelkopf wurde mit dem großen “Kopfschnitzer” bearbeitet. Bei der Bearbeitung des Löffelstiels fanden die verschiedensten “Schnitzmesser” ihre Verwendung. Ein guter Löffelschnitzer konnte (musste) an einem Tag bis zu 25 Löffel herstellen. Die Herstellung von Löffeln erfolgt noch heute in Girkhausen, allerdings mit teilweisem Maschineneinsatz.
Es ist hierbei keine Zeit angegeben, aber ich dachte bisher daß der Löffelschnitzer ein eigenständiger Beruf gewesen sei.
Kann mir Jemand mehr dazu sagen?
2.) Auf der Suche nach Löffelfunden habe ich nur sehr sehr wenig gefunden. So etwa die Abbildung eines Löffelfunds aus Bad Windsheim, spätes 15. Jhd.
Mich würden v.a. Funde etwa Mitte des 14.Jhd. interessieren. Hat vielleicht hierzu Jemand Bilder oder Informationen (egal ob nun Eßlöffel, Schöpfer, Kellen,…)?
Ich frage, weil ich selber schnitze, und mich gerne an Funden oder Rekonstruktionen orientieren möchte.
3.) Letztendlich bin ich noch auf der Suche nach Abbildungen von holzbearbeitendem Werkzeug, ebenfalls möglichst Mitte 14. Jhd.
Also Schnitzmessern, Sägen, Feilen, etc.
Eben auch weil ich mich beim Neukauf von Werkzeug möglichst an alte Werkzeugformen halten möchte.
Ich danke für die Aufmerksamkeit, und würde mich freuen wenn mir Jemand weiterhelfen kann.

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