Erstmal danke für das Angebot, da ich ziemlich hängengelassen worden bin (und der “Dame” ggü.immer noch verärgert bin), habe ich mir das Buchbinden und Kopertfertigen selbst beigebracht, Internet sei Dank. Die Ergebnisse sind ganz brauchbar, aber für Infos und eine Quelle für Fragen wäre ich immer noch dankbar.
Da man nicht alles selbermachen kann, suche ich jemanden, der mir ein Notizbuch für einen Kaufmann um 1400 ähnlich denen, die man auf Abbildungen oftmals neben Waaage und Münzen auf dem Tisch sieht, machen kann. Abbildungen kann ich liefern, Rest kann besprochen werden.
… es ist sicher richtig, das der Szirmai teuer ist, aber wie wäre es denn mit einer Fernleihe in der Bibliothek Deines Vertrauens?
Nochmals die Daten: Janos Alexander Szirmai: The archaeology of medieval bookbinding. - Aldershot, Ashgate, 2003, ISBN 0-85967-904-7 (darin übrigens über 20 Seiten Literaturverzeichnis)
Für allgemeine Techniken empfehle ich als Einstieg:
Fritz Wiese: Der Bucheinband, Schlütersche Verlagsanstal Hannover, letzte Auflage, die ich kenne, von 1983. Ist ein Berufsschultext für Buchbinder und geht auch auf Einbandtechniken ein, die weit nach dem Mittelalter liegen, aber das Buch hat gute Beispiele für historische Einbände und alle Techniken sind eingängig erklärt und illustriert. Ein weiterer Vorteil ist, dass man das Buch oft in öffentlichen Bücherhallen finden kann, was bei einschlägigen Fachbüchern seltener der Fall ist.
Was Fachbücher angeht gibt es u.a.
J.A. Szirmai: the archeology of medieval bookbinding, Aldershot/Ashgate 1999
wofür man allerdings auch leichtlich 130-150 Euro zahlt.
Was das Papier angeht wäre das MWN Leinenpapier, kein Holzpapier, und weicher und dicker als unser modernes. Büttenpapier wäre wohl eine recht gute Annäherung. Ich verwende meist Künstlerpapier 180g/qm als Kompromiss zwischen Authentizität und Finanzierbarkeit.
Was das Holz angeht habe ich selbst gute Erfahrungen mit relativ weichen Hölzern gemacht, aber ich vermute einfach mal, man hätte verwendet, was eben da war. Man sieht die Oberfläche nicht, und die Hauptanforderung ist, dass es sich nicht verzieht. Auch hier kann man im Notfall Sperrholz nehmen - sieht niemand - aber das ist natürlich nicht A.
hab neulich im Fernsehn mal gesehen wie im mittelalter Bücher gebunden wurden. Leider hab ich von der Sendung nur noch die letzten 10 min. gesehen und ne Wiederholung kam auch nicht dran. Deshalb möchte ich hier mal fragen ob jemand weiß wo ich informationen zu dem Thema her bekomme. Weiterhin würde mich dann interessieren wie das Papier hergestellt wurde. In der Sendung war auch die Rede von Holzdeckeln. weiß jemand was für Holz für die Deckel verwendet wurde?