Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Nähen - wie geht das? ;-)

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Eintrag #1 vom 25. Jan. 1999 18:46 Uhr Christian G.   Nachricht

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Hallo allerseits, ich will mich an mein erstes handgenähtes Gewandungsteil machen und stehe vor einem “kleinen” Problem (typisch Mann …;-): Ich habe _keine_ Ahnung, wie ich eine anständige Naht hinbekomme. Knöpfe etc. nähe ich immer irgendwie an, so daß/bis es hält, aber jetzt bin ich leicht überfordert. Irgendjemand unter den Lesern, der mir kurz und schmerzlos helfen kann (kl. Skizze, Link oder so …) Danke im voraus und viele Grüße Christian

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Eintrag #2 vom 25. Jan. 1999 20:26 Uhr desiderius   Nachricht

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hmm, ich würde sagen, wenn der Knopf hält, dann geht der rest auch :)) Aber: hast du Schnittmuster???

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Eintrag #3 vom 26. Jan. 1999 10:40 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Christian, versuch´s einfach mal mit einer einfachen Nähanleitung (in jeder Bücherei zu haben). Ich selber habe nach meinen autodidaktischen Anfängen mir erst später zur Ergämnzung so´n Buch geholt und ärgere mich heute darüber, da ich am Anfang viele Sachen überflüssigerweise oder falsch gemacht habe. Empfehlenswert ist das Nähbuch von burda (ich hab´s irgendwo zuhause)m, heißt - soweit ich weiß - auch einfach “Nähen” und kostet ca. 30,- DM. Bis dann Thorsten

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Eintrag #4 vom 26. Jan. 1999 14:16 Uhr Carmen Bartels   Nachricht

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Hallo, die einfachste Möglichkeit ist ein Nähkurs. Am besten frage im nächsten Nähmaschinengeschäft (Pfaff, Singer) nach, die bieten das normalerweise zu erschwinglichen Preisen an. Carmen

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Eintrag #5 vom 26. Jan. 1999 16:30 Uhr Christian G.   Nachricht

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Hallo, Carmen! Meinst Du nicht, daß diese Geschäfte vor allem ihre Nähmaschinen verkaufen wollen - ich also das “Maschinennähen” lerne? Soviel hat T-V ja schon bei mir bewegt, daß ich an derartiges “modernes Zeug” gar nicht mehr zu denken wage … ;-) Trotzdem danke, Christian

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Eintrag #6 vom 26. Jan. 1999 16:50 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Christian! Sicherlich wollen diese Geschäfte vor allem ihre Maschinen verkaufen,ist ja auch völlig legitim. Aber, was das Nähen von Hand angeht, so bist Du glaube ich auf dem falschen Dampfer. Ich habe mich mit Dietrich vor kurzem über dieses Thema unterhalten -und er hat im Thread “Stoffe für Kleidung” dazu auch was geschrieben. Seiner Meinung nach kommt *nur* eine Maschinennaht and die Qualität einer mittelalterlichen Handnaht heran! Meine Mutter ist gelernte Schneiderin (IMO eine saugute), und als ich ihr von Nähten mit einer Stichlänge von z.T. nur 1,5 mm erzählte, faßte sie sich nur an den Kopf “Wer soll denn *sowas* machen!” Authenzität hin oder her,warum sollte man also nicht hingehen und verdeckte Nähte mit der Maschine nähen? Die sichtbaren Teile vernünftig von Hand zu machen dürfte genug Arbeit sein… Gruß Jörg

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Eintrag #7 vom 27. Jan. 1999 09:25 Uhr Carmen Bartels   Nachricht

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Hallo Christian, natürlich hoffen die Geschäfte, daß du von den Maschinen im Nähkurs so begeistert bist, das du eine kaufst ;-) Andererseits bringen die einem außer Nähmaschinennähen auch alles andere bei, was man beim Entwurf eines Kleidungsstücks und beim Nähen nach Schnittmuster wissen muß. Also genau das richtige für einen Anfänger. Ich hab gesehen, was meine jüngere Schwester danach alles genäht hat (und auch jetzt noch näht), ohne daß sie vorher viel Ahnung von der Materie hatte. Ich weiß ja nicht, wie heutzutage der Handarbeitsunterricht an den Schhulen (gibt es den überhaupt noch?) ist, aber was wir damals hatten, hat uns auch nicht befähigt, Kleidung zu nähen :-( Ich selbst habe nie einen Kursus besucht und kan auch nicht mit einer Nähmaschine umgehen. Dafür komme ich aus der Sticken-Ecke und habe 6 Jahre lang darin “Unterricht” erhalten von einer gelernten Schneiderin. Das Ergebnis ist, daß ich alles per Hand nähe (allerdings meiner zukünftigen Schwiegermutter doch mal ihre Nähmaschine entführen werde zum ßben) und mir durchaus zutraue, Nähte mit guter Qualität zu nähen. Die 1.5 mm die hier erwähnt wurden, sind allerdings wirklich happig, 2 mm sind bei mir normalerweise die untere Grenze und für das schnelle Nähen ca. 4 mm. Ansonsten hilft nur üben, üben, üben ;-), nie einen zu langen Faden nehmen (der ribbelt sich je nach Material von Faden und Stoff sonst immer mehr auf) und vor allen Dingen nicht die beiden Fadenenden (nach Durchzug durch Nadel) unten verknoten sondern wirklich nur mit einem Faden nähen. Das ist zwar weniger haltbar, als wenn man gleich beide verwendet, aber bekomme mal 2 Fäden gleichmäßig glatt ;-) Das wär es erstmal Carmen, die sich fragt, warum immer die benötigte Garnrolle verschwindet, auch wenn sie 5 Minuten vor Start des Nähens noch deutlich sichtbar auf dem Tisch stand (und das alles *ohne* Katzen in der Wohnung)

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Eintrag #8 vom 27. Jan. 1999 12:10 Uhr Izobel   Nachricht

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Hallo! Hier noch ein Vorschlag! Ich weiß nicht, ob es in Deutschland das Pendant zur österreichischen Volkshochschule gibt, aber da gibt´s bei uns - meist gegen einen wirklich geringen Kostenbeitrag - auch Nähkurse, wo man alles notwendige erlernt. Und da braucht man sich auch nicht gegen “aufgedrängte” Nähmaschinen zu wehren. ;-) Ich persönliche favorisiere das Nähen mit der Maschine, weil´s einfach schneller geht. Und ich stimme auch mit Jörg überein, denn alles was so vor und nach dem Nähen zu tun ist, reicht mir meist. Also dann viel Spaß beim Probieren! Izobel

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Eintrag #9 vom 01. Feb. 1999 16:18 Uhr Eydis   Nachricht

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Hallo Christian! Tja schwierig als Mann! Es gibt von Ravensburg ein Stickbuch (ja du liest richtig) in dem alles drin ist von der normalen Naht bis zu Möglichkeiten, den Stoff am Ausfransen zu hindern usw. Kostet glaube ich 12 Mark und du kannst es sicherlich in einem Näh- oder Wollstübchen kaufen. Die Erklaerungen sind einfach und gut nachvollziehbar. Gruss, Eydis

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Eintrag #10 vom 05. Apr. 1999 09:37 Uhr Angelika Humbert   Nachricht

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Seid gegrüßt …. Mein Sohnemann steckt bis über beide Ohren im Mittelaterfieber (4 Jahre), er ist tief davon überzeugt, daß er eigentlich ein Ritter ist. Nun würde ich ihm gerne eine mittelalterliche Kluft nähen, evtl. die eines Knappen, finde aber kein Schnittmuster. Weiß jemand wo man so was herbekommt und welchen Stoff man am besten verwendet??

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Eintrag #11 vom 05. Apr. 1999 18:24 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Angelika, schau mal in der Bibliothek unter Hilfe für Neueinsteiger. Da steht eine Nähanleitung für ein einfaches Gewand, sprich Tunika, die Du entweder als PDF runterladen oder einfach ausdrucken kannst. Bis dann Thorsten

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Eintrag #12 vom 14. Apr. 1999 20:39 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, Moin! die Stichtechnik beim Handnähen ist auch im Buch “Kleidung und Waffen der Früh- und Hochgotik” von Ulrich Lehnart beschrieben. Für Schnitte kann ich das “Buch der Gewandungen” von Xenia Krämer und Michael Störmer empfehlen. Hier sind die Schnitte gut beschrieben und auch für den Anfänger nachzunähen. Was das Nähen mit der Hand angeht sind 1,5 oder 2 mm Stichlängen keine Zauberei. Mich persönlich packt das kalte Grauen, wenn ich Trachten mit sichtbar maschienengekettelten Säumen sehe. Mit etwas ßbung läßt sich ein Leinenhemd mit eingesetzten Zwickeln und Gehren in ca. 20 Arbeitsstunden nähen. Bei Säumen und Kanten sieht eine handgearbeitete Naht einfach schöner aus. Meine eigene Tracht habe ich komplett handgenäht. Bei Leinen oder Seide fallen maschienengenähte Nähte schon auf. (Besonders wenn man altes handgwebtes Leinen verwendet) Sylvia (Dragomira)

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Eintrag #13 vom 15. Apr. 1999 10:08 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Sylvia, man sollte aber bei dem Krämer´schen Werk darauf hinweisen, daß nicht alles so 100% ist und auch nicht jeder Schnitt ohne Fuckeln funktioniert. Das sind zumindest die Erfahrungen von ein paar Bekannten auß dem Liverollenspiel-Bereich, die versucht haben sich nach dem Buch ´ne Gewandung zu basteln. Ich habe das Buch vor ein paar Jahren mal in der Hand gehabt und zumindest der Schnitt für Beinlinge war ziemlich daneben. Ich weiß ja nicht, ob es inzwischen redigiert worden ist, dann relativieren sich natürlich meine Aussagen. Bis dann Thorsten

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Eintrag #14 vom 15. Apr. 1999 11:40 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Moin moin alle, unsichtbare Nähte werde ich auch in Zukunft mit der Maschine nähen, denke ich. Die sichtbaren Nähte nähe ich (seit meinem letzten Waffenrock) auch von Hand. Dabei komme ich auf etwa 8-12 Stiche/cm. Diesen Stichabstand habe ich bei den im Schnüttgen-Museum in Köln ausgestellten Ornaten gesehen. Alles Gute, Philipp

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Eintrag #15 vom 15. Apr. 1999 18:39 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Thorsten, der Schnitt für die Beinlinge im Buch der Gewandungen ist nicht viel kniffeliger als der aus den Lenhardt-Buch. Dafür sind die Schnitte für Hemd bzw. Kotta recht prima. Im Ausstellungskatalog “Die Zeit der Staufer” ist der Schnitt vom sog. Bußkleid der hl. Elisabeth enthalten.(Datiert in die erste Hälfte des 13. Jahrh.). Das Kleid ist ein einfaches Wollkleid mit Leinenfutter. Als Nahgarn wurde Leinengarn verwendet. Im Schnittmuster ist der Fadenlauf eingezeichnet. Beim Zuschnitt sind sogut wie keine Reste angefallen. Bei Interesse schicke ich gern eine Kopie. Nachtrag zum Nähen: Mit den für das (Hoch-) Mittelalter nachgewiesenen Nadeln aus Metall(Messing ect.) oder Knochen(Bein) läßt sich recht gut nähen. Vor allem werden Knochennadeln vom Leinennähen nicht so schnell stumpf. Gegen die zerstochenen Finger hilft ein Fingerling oder breiter Streifen aus Leder am mitteleren Finger recht gut. Sylvia(Dragomira)

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Eintrag #16 vom 16. Apr. 1999 14:58 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sylivia, ich habe gerade versucht, Dir ein Mail zuschicken, aber es kam mit “User unkown” zurück. Also, dann eben auf diesem Weg: Hast Du einen Schnitt für Beinlinge?? Ich bin für Philipps Beinlinge im Prinzip von der Abbildung aus dem “Buch der Gewandung” (hab ich mir mal ganz zu Anfang gekauft) ausgegangen, bzw. von dem, was ich noch im Kopf hatte (das Buch liegt nämlich in irgendeiner Umzugskiste vergraben, seuftz). Dann habe ich es überall so eng wie möglich gemacht, wobei man im Bereich des Fußgelenkes natürlich das Problem hat, daß da der Fuß durchpassen muß und es dementsprechend etwas schlackert. Und die ISBN-Nummer für den Ausstellungskatalog “Zeit der Staufer” würde mich interessieren. Kommt man da noch ran? Gruß Gabriele (gespannt auf Antwort wartend)

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Eintrag #17 vom 16. Apr. 1999 15:13 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Sag´ mal Gabriele, welchen Beinlingeschnitt brauchst Du denn? Ich habe sowohl HMA (13. Jhdt.) als auch um 1350 (für´n Pourpoint oder Doublet) die beide ganz gut funktionieren erarbeitet. Soweit ich im Kopf habe ist Phillipp ´n bißchen größer wie ich, da müßtest Du den Schnitt dann angleichen. Ich bevorzuge die Version ohne Füße, nur mit dem “Spannband” und werde stattdessen mir “Füßlinge” bauen. Bis dann Thorsten

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Eintrag #18 vom 16. Apr. 1999 15:28 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Thorsten, ich bräuchte den Schnitt aus dem 13.Jahrhundert. Ab 1350 gibt´s eine neue Mode. Also, die zeigt wirklich unschicklich viel Bein… ;-). Das ist nix für´s HMA (zumindest nicht nach unserer Datierung). Gab es das: Spannband, so wie bei modernen Gymnastikhosen, oder ist das mehr p. als a.? Erwarungsvoll Gabriele PS: Hast wenigstens Du mein Mail bekommen?

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Eintrag #19 vom 16. Apr. 1999 21:51 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sylvia, das Bußkleid der Elisabeth würde auch mich interessieren, besteht die Möglichkeit mir auch eine Kopie zu schicken??? Gruß MANU

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Eintrag #20 vom 17. Apr. 1999 23:16 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, Moin !! Für Manuela: Ich schicke Dir gern eine Kopie wenn ich eine Möglichkeit zum scannen habe. Bitte etwas Geduld. Für Gabriele: Der Ausstellungskatalog ist recht umfangreich. Antiquarisch habe ich DM 15,– bezahlt. Eine ISBN-Nr. ist nicht angegeben. Das der Katalog noch verlegt wird halte ich für unwahrscheinlich, da die Veröffentlichung von 1977 ist. Ich kann Dir das Buch aber gern leihen (Sehen wir uns in Hohenweststedt??) Beinlinge hat es wohl auch mit Band gegeben. Ich kann Dir den Schnitt gern schicken (Siehe oben!) Sylvia (Dragomira)

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Eintrag #21 vom 18. Apr. 1999 00:14 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

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Ok Sylvia ich warte, vielen Dank schon mal im vorraus…:-) Manu

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Eintrag #22 vom 19. Apr. 1999 15:15 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Gabriele, ich habe Deine Mail erhalten und werde Dir den Krempel rüberschicken. Meinen Beinlingsschnitt lege ich dann dabei. Bruch mit Zugband habe ich selber, hab´ mich da bei meiner Erstkonstruktion eher an die Braccae gehalten. Ich würde mir aber jetzt im HMA aus praktischen Gründen lieber eine Bruch mit ´nem dünnen Gürtel machen, da es daran einfacher und stabiler ist Beinlinge aufzuhängen. Außerdem war´s ja wohl nicht unschicklich, im HMA Bein zu zeigen. Immerhin gehörte ein schönes Bein zum Schönheitsideal des HMA-Ritters (J. Buhmke, Höfische Kultur). Oder schau mal in die Manesse, wie gut man die Beine sehen kannn. Wohl auch´n Grund warum ich mit meinen Haxen gen 1350 gewandert bin ;-) Bis dann Thorsten

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Eintrag #23 vom 20. Apr. 1999 10:19 Uhr Patrick Seehaber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Seehaber eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten. Ich habe ebenfalls Interesse an Deinem Schnitt für die Beinlinge. Ich habe zwar schon einen, bei dem aber die Nähte innen an den Schenkeln verlaufen. Jedoch verläuft auf zahlreichen Abbildungen die Naht hinten am Bein. Weiß jemand was nun “korrekter ” ist ? …ein grübelnder Patrick…

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Eintrag #24 vom 20. Apr. 1999 14:45 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thorsten, klar war “schönes Bein” ein Ideal und in der Tat lassen die Herren der Manesse ihre Waden durch die Kleiderschlitze “hindurchblitzen”, aber das kann man ja doch wohl nicht mit dieser schamlosen Freizügigkeit nach 1350 vergleichen. Da hat man ja fast alles gesehen… Eine leicht errötende Gabriele

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Eintrag #25 vom 20. Apr. 1999 21:27 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Patrick, die Seitennaht is´ IMHO nich´ der wahre Bienenhonig - wenn jemand andere Infos (außer dem “Buch der Gewandung”) hat; her damit! Alle Informationen, die ich habe, weisen im HMA auf einteilige Beinlinge mit hinten liegender Naht hin. Mail mir mal Deine Adresse und Körpergröße zu, dann können wir ja sehen, ob´ der Schnitt ohne Schwierigkeiten verwendbar is´. Moin Gabriele! Schamlos? Besser als´n altmodischer HMA-Spießer (g,d&r). Außerdem steht meine Freundin auf hinten gelöste Beinlinge (vbG). Bis dann Thorsten (der auch´n Spießer darstellt)

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Eintrag #26 vom 26. Apr. 1999 19:24 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Gabriele, zu Deinem Beitrag Nr. 18: Ich habe eine Abbildung entdeckt, die Beinlinge mit Spannband zeigt. Die Abblidung ist aus der Hstoria Welforum. Sylvia(Dragomira)

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Eintrag #27 vom 27. Apr. 1999 09:28 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Sylvia, moin Gabriele, nur mal eben zur Begriffserklärung: was meint Ihr mit Spannband an Beinlingen? Das Zugband an der Bruch oder die Kniebänder, die erst im 14. Jhdt. aufkamen? An den Beinlingen selber kann ich mich nicht erinnern, mal andere Bänder als Nesteln gesehen zu haben. Ich komme etwas durcheinander, da ich Bruch und Beinlinge begrifflich trenne. Bis dann Thorsten

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Eintrag #28 vom 27. Apr. 1999 11:07 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Thorsten, nach Deiner Bemerkung aus NR 17 > , ging ich davon aus, daß dieses Spannband unter dem Fuß langläuft (> NR. 18). Bruch und Beilinge trenne ich begrifflich auch. Zum Verständnis: die Bruch ist dieser “Lendenwickel” (by the way: weiß jemand, wie der genau funktioniert?) und die Beinlinge wurden an die Bruch, bzw an den Gürtel der Bruch (irgendwie muß das Teil ja halten und Gummiband gab´s noch nicht ;-)) angenestelt. Bis denndann Gabriele

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Eintrag #29 vom 27. Apr. 1999 12:36 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen! Zum Thema “Bruch, Beinlinge etc.” hier ein Link: www.bumply.com/Medieval/Kit/kit.htm Gruß Jörg

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Eintrag #30 vom 27. Apr. 1999 13:54 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, verdammt, ich sollte mal meine eigenen, alten Postings lesen. Das, was ich als Spannband bezeichnet habe, nennt sich übrigens Steg (wie die früher beliebten Steghosen), es gibt die verschiedensten Hinweise darauf, kann ich bei Gelegenheit nachschlagen. Die Wickelversion der Bruch habe ich mal als Anlegeanleitung irgendwo gesehen, müßte ich auch zuhause mal abchecken. Ansonsten gibt es ja noch die - ich bezeichne sie so - Braccaeversion aus zwei oder drei Teilen, die ähnlich wie Boxershorts aussehen. Die Konstruktion von Gevatter Lehnhardt zu der Bruch für Reiter (die mit dem Wickelzeug ja wirklich nichts anfangen können) hat was für sich, doch fehlt mir (und im Buch) leider die Quellenlage. Bis dann Thorsten

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Eintrag #31 vom 27. Apr. 1999 14:00 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jörg, nette Site. Die 1265er haben seit meinem letzten Besuch einiges webmäßig getan. Bis dann Thorsten

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Eintrag #32 vom 28. Apr. 1999 03:26 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Jörg, bei mir meldet sich unter der von Dir angegebenen Adresse der Proxy … Pax, Kai.

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Eintrag #33 vom 22. Okt. 1999 09:03 Uhr Schaferl   Nachricht

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Ich hätte eine Frage. Ich würde mir gerne Mittelalterliche Kleider nähen, aber mir fehlen die Schnitte dazu. Hat vielleicht jemand schnitte zu diversen stücken … egal was. es wäre mir eine grosse hilfe. danke
Ida alias Schaferl

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Eintrag #34 vom 22. Okt. 1999 10:02 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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Hallo Ida, guck mal unter dem Link ´Bibliothek´, bei ´Gewandungen´ sind Anleitungen zu Schnitten zu finden (falls du noch nicht genau weißt, welches Jhdt. dich interessiert: ´Das erste Gewand´!) Ich habe eine simple Anleitung für das nähen einer einfachen Frauen-Cotte des Hochmittelalters. Wenn du magst, maile ich es dir gern rüber. Grüße
Tina alias Arngard

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Eintrag #35 vom 25. Okt. 1999 12:28 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Bin gerade dabei mir einen Tasselmantel (13.JH) zu schneidern. Mein Problem: wie ist die Funktion eines “Tasselverschlusses”. In diversen Büchern werden nur Abbildungen der “Tasselspangen” gezeigt, ihre Funktion oder Anwendungsweise aber nicht erklärt. Ich würde nun denken, das die “Kordel” auf der einen Seite fest ist, und auf der anderen Seite eingehängt.? Wie eingehängt? Gibt es eventuell jemanden der mir darüber Auskunft geben könnte? Oder hat jemand eine Lösung dafür? Funktioniert es wie bei Fiebeln? Die recht gute Neuerscheinung aus dem Karfunkel-Verlag zeigt leider “nur” historische Belege, nicht die Funktion. Toll wenn mir jemand ein paar Tips geben könnte.
Martin von Hoheneck

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Eintrag #36 vom 09. Nov. 1999 18:50 Uhr Erika Paul   Nachricht

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Da mein Sohn Stefan ( 22 Jahre ) in seiner Freizeit fast nur noch im Mittelalter lebt, suche ich auf diesem Wege Schnittmuster für Beinlinge und Füßlinge. Ich wäre auch für jeden Tip dankbar,wo ich solche finden könnte. Mit freundl. Grüßen Erika Paul
Erika Paul

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Eintrag #37 vom 03. Feb. 2000 13:44 Uhr Anja Huslage   Nachricht

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Also, ich habe vor einen Schnittmusterkurs anzubieten, weil ich gemerkt habe, dass sehr viel Leute echte Problleme haben, an eben diese dran zu kommen. Nun möchte ich gerne mal wissen, wer sich so alles dafür interessieren würde. Meldet euch doch bei mir oder schaut nach unter home.t-online.de/home/andreas.gertz/schnitt.htm
Gruß Silva

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Eintrag #39 vom 23. Feb. 2000 01:34 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin Allerseits, ich habe ein kleines Problem bei der Herstellung der Nähnadeln: Das Material ist klar (Holz, Horn, Knochen, Bronze). Nur - wie bekomme ich das Nadelöhr da rein? Mit modernem Werkzeug auch kein Problem, aber wie hat man´s damals gemacht? Steffi

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Eintrag #40 vom 11. Mrz. 2000 19:34 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Hallo Zusammen, habt ihr meine Frage übersehen, oder fällt euch wirklich keine Lösung zu meinem Problem ein? Also, nochmals: Hat jemand eine Idee, wie man das ßhr in die Nähnadeln bekommt? Und zwar möglichst nicht mit einem Hightech-Bohrer von heutzutage… Danke! Steffi

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Eintrag #41 vom 12. Mrz. 2000 11:29 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Steffi, frag´doch am besten mal Silvia Crumbach - die näht mit Knochennadeln und afaik macht sie auch Beinschnitzerei. Bis denn Thorsten

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Eintrag #42 vom 27. Okt. 2000 00:26 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Zur Frage mit den Nestellöchern (Thread erste Seite, ich hoffe, der “Umzug” klappt): Eigentlich funktioniert das wie mit Knopflöchern, nur rund und vielleicht etwas stärker. Im Prinzip Naht neben Naht um den Lochrand herum (ßhnlich wie stilisierte Sonnenstrahlen) bis sie dicht an dicht liegen. Fertig.
Gruß, Ivain

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Eintrag #43 vom 11. Nov. 2000 12:46 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo! Weiß irgendjemand etwas über die mittelalterliche Verwendung von Igelstacheln als Stecknadel oder gar als Nähnadel? Ruth

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Eintrag #44 vom 19. Jun. 2002 10:25 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Ivain / Beitrag 42

Hallo Ivian,
meine Freundin (gelernte Schneiderin) hat mir mal einen Schnellkurs für “runde Löcher” gegeben.
Ich bin anfangs immer hingegangen, und habe mit einer Lochzange erst ein rundes Loch in den Stoff gestanzt, und das dann umständlich umstickt.
Völlig falsch! - meinte meine Freundin.
Man nehme einen… wie hieß das noch… “Priem” oder so ähnlich… wahlweise auch einen spitzen Bleistift oder einen angespitzen Holzstab/ßstchen. Dann vorsichtig einstechen und drehen, popeln, drehen :)) Bis man im Gewebe, ohne die Fäden zu unterbrechen, ein rundes Lcoh geweitet hat.
Und das dann einfach mit engen Stichen umnadeln. Fertig.
Okay - ich lasse solche Löcher von meiner Freundin machen… zu was hat man Freunde… ;))
Grüße, Angelina.

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Eintrag #53 vom 22. Jul. 2003 08:17 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hilfe bein Nähen

Eine Frage an die Held/innen der Nähnadel.
Nachdem ich mir jetzt mühsam das Nähen beibringe (wie hat in einem anderen Thread mal jemand geschrieben, mit groben, ungeschickten Männerhänden oder so ähnlich:-) ), frage ich mich, mit welchem Faden genähnt wird. Es gibt bei Leinenfaden immer so schöne Gewichtsangaben wie 500Xy pro Meter usw.
Was ist das richtige ? Da Leinengarn auch nicht wirklich leicht zu bekommen ist, wie sieht es aus, mit Wolle zum Sticken etc. als Nähgarn ?
Dann würde ich es auch gerne mal direkt mit einer Knochennadel versuchen. Gibt es dort eine Bezugsquelle ?
Vielen Dank
Oliver

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Eintrag #54 vom 22. Jul. 2003 11:14 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Garne

Moin Olli,
es gibt verschiedene Möglichkeiten zu nähen. Wenn Du´s einfach mit Leinen machen möchtest, gibt´s bei Alfatex für günstig Geld Leinenzwirn, der definitiv alles hält. Leinenfaden bei www.traub.de, die dünnsten Qualitäten sind o.k., Du kannst Dir aber auch dort präventiv eine Tafel mit den verschiedenen Stärken schicken lassen. Die Leinengarne sind aber weniger stabil wie der Leinenzwirn, halten aber einige meiner Klamotten ganz gut.
Wolle ist eine Alternative, die verwendet wurde, ich habe selber aber noch nicht damit gearbeitet. Man sollte dann vielleicht Stickwolle verwenden (wird afaik für Gobelinarbeiten verwendet). Alternativ hat man auch mit Fäden, die aus dem zu vernähenden Stoff gezogen wurden, gearbeitet.
Letzte Alternative, die im 14. Jhdt. durchaus schon in “normalen” Verhältnissen verwendet wurde, wären Seidengarne, die Du auch bei Alfatex erhalten kannst.
Ansonsten hast Du ja E-Mailadresse und Telefonnummer von mir ;-)
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #55 vom 22. Jul. 2003 11:16 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vertan ...

Der Link war www.traub-wolle.de
Thorsten

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Eintrag #56 vom 24. Jul. 2003 22:18 Uhr Fabian Peise  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fabian Peise eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht welches Nähgarn?

Die Frage ging ja darum, welches Garn zum Nähen gewählt werden soll. Aus eigener Ansicht von sowohl archäologischen Textilien der Bronze- und Eisenzeit bis hin zu Paramentenschätzen mittelalterlicher Kirchen möchte ich sagen, daß die mittelalterlichen Menschen daran kaum einen Gedanken verschwendet haben: Wolle wird oft mit Leinenfaden überwendlich vernäht, und zwar beidseitig. Das heißt, die beiden Stoffkanten liegen in der Regel platt überlappend aufeinander, keine Wendenähte. Daß der Nähfaden farblich nicht paßt, störte offenbar nicht, im Gegenteil: So wird die Naht betont und schöne Stichen machen entsprechend “etwas her”.
Selbst bei hochklerikaler Repräsentationskleidung war die Farbe des Nähfadens sekundär: Hier kommt natürlich nur Seide zum Einsatz. Aber wenn man das rote Kreuz auf rotem Grund mit einem blauen Seidenfaden annähen mochte, hat man es getan. Sieht man auf die Entfernung sowieso nicht. Gute Nähte sieht man ja generell weniger, als unambitionierte.
Selten wurden Stoffkanten beim Nähen einfacher Kleidung umsäumt: Man nutzte die ohnehin feste webkante im Schnitt aus, und hat selbst im parametik-Bereich mit Wachs die Ränder vom Ausfransen bewahrt. Hier wurden natürlich Wendenähte benutzt, und die Fütterung der Gewänder läßt die Naht dann vollends “verschwinden”. Da ist dann also nichts mehr zu sehen, so daß sich hier die Freunde der Nähmaschine freuen können, wenn der Ehrgeiz zu mehr nicht ausreicht.
viele Grüße, Fabian

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Eintrag #57 vom 24. Jul. 2003 22:52 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schmucknähte

Um Fabian noch bei seinem Posting zu unterstützen: die Schmuckwirkung dieser Nähte wurde - zumindest teilweise bei den Hjerlofsnes-Funden - als so attraktiv angesehen, daß man Blindnähte ohne wirklichen Sinn außer dem schmückenden verwendet hat. Der für unsere Augen eher ungewöhnliche, aus Materialersparnisgründen aus vielen Bestandteilen zusammengesetzte “Look”, war also durchaus gewollt. Ein schönes Beispiel hierzu ist auch die Gugel des “Bockstenmannes” (ca. 1330).
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #58 vom 28. Dez. 2003 18:02 Uhr Julian Hefter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Welche Nähte?

Ich kann zwar nicht wirklich nähen, aber welchen Stich sollte man nehmen?Steppstich oder Kreuzstich oder wie sie alle heißen (Welches Nähbuch kann mir schon sagen was A ist?)
Noch was: Ich dachte immer, das Unterzeug ist aus Wolle, das ßberzeug aus Leinen. Zum einen hält Wolle warm und saugt Schweiß auf. Und Leinen sind strapazierbar. Aber jetzt hab ich bei der Claudia gelesen das wär andersrum. Auserdem, ein Bauerngewand würdet iht die Naht einfach außen machen oder das ganze auf rechts nähen und dann wenden.
Danke im vorraus
Julian der Strohige

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Eintrag #59 vom 28. Dez. 2003 22:39 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Alles verdreht ??

Julian, irgendwie hast du alles verdreht, wies mir scheint.
Nun, der Reihe nach:
Wolle saugt wenn sie nicht vom Wollfett befreit wurde nicht wirklich gut Wasser auf.
Das ist ein erfreulicher Effekt, sonst würde man keine Gugeln oder Mäntel draus nähen.
Deswegen ist das Unterzeug aus Leinen, weil dies den Schweiß aufnimmt.
Baumwolle hat ja heutzutage das Leinen verdrängt. Trägst du dein Baumwoll-T-Shirt etwa über dem Wollpullover ?
Zum Nähen:
Zunächst mal, wenn du auf einer Seite nähen und dann wenden würdest, nähst du auf links und wendest es dann auf rechts.
Zu Naht-, Saum- und Stichformen gibt es eine schöne Seite, leider ist mir hierzu der Link verloren gegangen, vielleicht kann da jemand anders helfen ?
Gruß, Ivain

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Eintrag #60 vom 28. Dez. 2003 23:28 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Meinst Du den da?

www.42nd-dimension.com/NFPS/nfps_stitches.html
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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Eintrag #61 vom 29. Dez. 2003 01:36 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Dazu...

…noch das: www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/bockhome[…] dort gibts auch ne ßbersicht der Kleidung.
Gruss, Esca

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Eintrag #62 vom 02. Mrz. 2004 09:59 Uhr Gabriele Thibodeaux  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Thibodeaux eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nähen - wie geht das? ;-)

Hallo Esca,
die gifs die du da angegeben hast sind ja auf dem PC sehr gut, lassen sich nur leider schlecht ausdrucken. Gibt es dazu Literatur? Ich suche verzweifelt nach Nähtechniken aus dem Mittelalter und kann äußerst wenig finden.
Gruß
Lioba_v_Weiher

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Eintrag #63 vom 02. Mrz. 2004 10:25 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nähen - wie geht das? ;-)

Hallo Gabriele,
das Problem ist, daß es sich dabei um spezifische Fachliteratur handelt, und die findest du selten einfach so im Handel. Aber schau mal hier:
www.familia-ministerialis.de/naehte.htm

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Eintrag #64 vom 02. Mrz. 2004 10:53 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ausdrucken

Also ich kann die Gifs problemlos ausdrucken, vlt. mal in ein Office-Dokument einfügen, somit rechnet er mit einer anderen DPI-Grösse.
Die Bilder habe ich von der AG HMA geklaut ;) Sind aus “Textilfunde in Haithabu”.
Desweiteren findet man Nähtechniken in “Textiles and Clothing”.
Da man Nähtechniken nur bedingt verallgemeinern kann (sind immer spezifisch dem Fundkomplex zugeordnet) einfach nach dem passenden Fundkomplex suchen. Bocksten, Herjolfness, Londonfunde, Haithabu und und und…
Gruss, Jens

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Eintrag #65 vom 02. Mrz. 2004 16:53 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nähen - wie geht das? ;-)

…allerdings kann man auch schauen welche Techniken (Grundstiche gibts nicht so furchtbar viele) an mehreren oder allen Fundorten vorkommen. Wenn diese dann noch in verschiedenen Zeitstellungen auftauchen ( bspw. 10.Jhd. und 13./14.Jhd.)…
Also nicht traurig sein wenn es keinen “absolut regionalen” Fundkomplex gibt ;o)
Grüße
David
familia ministerialis

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Eintrag #66 vom 02. Mrz. 2004 20:22 Uhr Gabriele Thibodeaux  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Thibodeaux eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nähen - wie geht das? ;-)

Hallo David,
Hallo Jens,
seid gedankt für eure prompte Antwort.
Das mit dem Word-Dokument habe ich schon versucht, verbessert aber nicht die Qualität. Na ja, mal Weiterspielen, irgendwas wird es schon geben.
Der Hinweis auf www.familia-ministerialis.de/naehte.htm ist klasse, werde ihn mal in Ruhe durcharbeiten.
Gruß
Lioba_v_Weiher

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Eintrag #67 vom 03. Mrz. 2004 08:44 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Flinkhand

Hallo Lioba,
schau mal bei www.flinkhand.de vorbei, vielleicht hilft Dir das weiter.
Gruß
Ameli

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Eintrag #68 vom 03. Mrz. 2004 09:10 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Naht- und Saumformen

Moinmoin,
der Einfachheit halber habe ich mal ein PDF zusammengestellt auf dem die verbreitetsten Nahtformen aufgeführt sind. Die Nähte sind universal vom 10. - 15. Jhdt. belegt, ich habe sie aus verschiedenen Publikationen zusammengesucht, während die Scans primär aus dem “Textiles & Clothing” stammen.
www.goedendag.de/naehen.pdf
Viel Spaß damit
Thorsten

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Eintrag #69 vom 18. Mrz. 2004 22:14 Uhr Gabriele Thibodeaux  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Thibodeaux eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nähen - wie geht das? ;-)

Hallo Thorsten,
vielen Dank für deine Mühe, ließ sich alles gut ausdrucken und hat mir auch sehr weitergeholfen.
Liebe Grüße
Lioba_v_Weiher

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Eintrag #70 vom 06. Okt. 2004 03:32 Uhr Daniel Schulz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Schulz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stärke des Fadens?

Nachdem ich mich durch diesen Thread gekämpft habe, bleibt bei mir noch ne Frage offen (oder ich habs überlesen):
Wie stark waren die Fäden mit denen man genäht hat? Hab mal gelesen von 20 - 6 fach für Leinenzwirn. Was kann ich mir darunter vorstellen? Kann ich das gefahrlos verwenden, ohne dass es zu dick, zu fein ist?
Für das 13. Jahrhundert würde mich das sehr interessieren.
gruß: Daniel

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Eintrag #71 vom 06. Okt. 2004 07:33 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Fadenstärke

Eine einheitliche Fadenstärke hat es zumindest im 13. Jh. wohl nicht gegeben. Obwohl leider nur recht wenig Funde aus dieser Zeit Aufschluß über Textilien und deren Herstellung geben, findet man bei diesen verschiedenste Fäden. Es wurde Wollfaden verwendet, Leinengarn, Leinenzwirn und auch Fäden des Stoffes selbst zum Nähen verwendet (gerade bei Seide).
Die Fadenstärken sind unterschiedlich und reichen von Haardurchmesser bei Seide (Schal mit Rollsaum im Museum of London) bis zu starkem Leinenzwirn und Hanfgarn bei Schuhen.
Die Werte “20” und “6” beziehen sich vermutlich auf die modernen Nom-Bezeichnungen (z.B. Nm 20/6) bei Garnen. In diesem Fall bedeutet der Wert, daß der Faden eine Lauflänge von 20 km je kg hat und 6-fach gezwirnt ist(d.h. aus 6 Fäden besteht), was eine effektive Lauflänge von 20/6=3,3 km je kg ergibt. Ein solcher Zwirn (als Leinenzwirn) eignet sich zum Schuhe nähen, ist aber für Kleidung zu dick.
Wir verwenden für die meisten Sachen Leinengarn oder -zwirn mit Lauflängen zwischen 6 und 18 km/kg (also z.B. ein Garn Nm 10).
Weiter Infos dazu in:
Crowfoot/Pritchard/Stainland, “Textiles & Clothing”, Woodbridge-Verlag, London 2001, ISBN 0-85115-840-4
Hägg, Inga, “Die Textilfunde aus dem Hafen von Haithabu”, Karl-Wachhholtz Verlag, Neumünster, 1984, ISBN 3-529-1920-8
Hägg, Inga, “Die Textilfunde aus der Siedlung und aus den Gräbern von Haithabu”, Karl-Wachhholtz Verlag, Neumünster, 1991, ISBN 3-529-01929-1
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter www.hochmittelalter.net

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Eintrag #72 vom 06. Okt. 2004 08:38 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Fadenstärke

ßhm, Schatz…
ich muß an dieser Stelle meinen Mann etwas korrigieren ;-)
Ich verwende für Klamotten aus Wolle und Leinen überwiegend Leinenzwirn der Stärke 18/2, gerne auch noch feineren (z.B. 24/2).
Den Sternchenzwirn mag ich persönlich nicht so sehr, weil der furchtbar steif ist. Für Seide verwende ich teilweise Fäden aus dem Gewebe (für die Säume) oder auch sehr feines Seidengarn (Klöppelgarn), das handelsübliche Seidennähgarn finde ich zu dick.
Liebe Grüße
Steffi www.hochmittelalter.net

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Eintrag #73 vom 06. Okt. 2004 08:41 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ergänzung

Leinenzwirn Nm 18/2 hat eine Lauflänge von 900m/100g, Nm 24/2 von 1.200m/100g
Steffi www.hochmittelalter.net

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Eintrag #74 vom 06. Okt. 2004 11:45 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nähen - wie geht das? ;-)

Bei den Hjerlofsnes-Funden (primär 14. Jhdt.) wurden auch oft ausgelöste Wollfäden aus dem Stoff zum Nähen verwendet. Das sollte man mit vielen modernen Wollstoffen aber besser nicht versuchen, da durch die modernen Behandlungsmethoden nicht zwingend mehr gewährleistet werden kann, daß die auch halten.
Ansonsten ist bei den Londoner Themsefunden (auch primär 14. Jhdt.) recht häufig Seide als Nähmaterial verwendet worden - der große Anteil hängt aber auch mit der besseren Haltbarkeit von Seide bei Bodenfunden zusammen. Leinen verrottet da sehr schnell.
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #75 vom 07. Okt. 2004 20:49 Uhr Berthold Nüchter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Berthold Nüchter eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn wir schon dabei sind: Leinenzwirn welcher Stärke ungefähr ist denn für einen Gambeson zu empfehlen?
Gruß
Berthold

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Eintrag #76 vom 10. Dez. 2004 20:30 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Stoff abmessen

Mich beschäftigt derzeit die Frage, wie die Frauen damals ihren Stoff abgemessen haben.
Hatten sie eine Knotenschnur, wie die Bauhandwerker, oder ein Holzlineal, wie es auch heute noch beim Stoffabmessen im Laden benutzt wird?
Fröhlichen dritten Advent….
Engel-chen

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Eintrag #77 vom 11. Dez. 2004 08:55 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Noch `ne Frage

Ich habe gerade ein Wollkleid in Arbeit und dabei fällt mir auf: ist es eigentlich authentisch (fürs Frühmittelalter), den Halsausschnitt mit einem Beleg zu verstürzen?
Nun mache ich mir schon die Mühe des Handnähens und dann ist womöglich die Technik nicht okay?
Gruß, Beate

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Eintrag #78 vom 14. Dez. 2004 10:31 Uhr   Nachricht

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Da bin cih wohl zu pragmatisch: wenn ich Wolle nähe, nehme ich gerne Wolle für die Naht und da setz ich mich halt ans Spinnrad und spinne einen feinen Faden (das wäre so mindestens 120 m aus 20 g) und dann nähe ich los. Am besten mit Roh- also fettwolle. Und bei Leinen guck ich drauf, dass das Garn so dünn wie möglich ist, damit es a) sich gut vernähen lässt, aber b) noch hält und sich nicht mit fünf Stichen schon abgenutzt hat und reisst. Und ich fette das Garn ein.
Beate

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Eintrag #79 vom 14. Dez. 2004 17:28 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
zum abmessen von Stoffen ist folgendes zu sagen: es ist ja bekannt das es in jeder Stadt und dem dazugehörigen Stück Land ein Einheitsmass, ähnlich wie dem heutigen Meter, gab. Damals hiess dieses Längenmass Elle. Und in jeder Stadt und seinem Land war diese Elle unterschiedlich. Das variierte zwischen etwa 40 cm und 60 cm, auch sind Längen von 80 cm und etwa einem Meter bekannt (Ob das aber die tatsächliche Länge einer Menschenelle war weiss ich nicht, dann hätten sie wohl einen Gorilla gehabt ;-) ) Die Menschen richteten sich nach dieser Elle. Und man benutzte üblicherweise Stöcke in der entsprechenden Länge. Im Rathaus von Wolfach im Schwarzwald hängt noch heute ein Massstock der Freiburger Elle aus dem 17. Jhdt. Mit welchem Hilfsmittel die Menschen zuhause ihren Stoff abmassen, kann ich nicht sagen, ich nehme mal an, auch ein Holzsstock,da dieser die einfachste und preiswerteste Methode darstellte. Aber auch da werden die Schneider/innen gewerblich und privat ihr eigenen Tricks und Kniffe gehabt haben um Stoffverbrauch zu ermitteln.
Liebe Grüsse, Xia

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Eintrag #80 vom 14. Dez. 2004 18:02 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Maßnehmen

Hm, mit dem “Stoffabmessen” vergesset ihr etwas ganz wesentliches: Bevor man Stoff fuer ein Kleid abmessen kann, muss man erstmal an dem Menschen maßnehmen, der das dann tragen soll. Und da funktioniert das ziemlich schlecht mit nem Holzstock. Also wuerde ich (leider ohne Belege) eher zu einer Schnur tendieren.
Gruss, Claudia

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Eintrag #81 vom 15. Dez. 2004 15:48 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Das ist richtig Claudia,
aber es ging ja um den Stoff zum abmessen und nicht um das Abmesssen eines Körpers. Aber mit der Schnur hast du recht, Massbänder sind auch heute noch biegsam ;-)
Liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #82 vom 05. Nov. 2005 09:50 Uhr Sabine Münk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sabine Münk eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, ich bin gerade dabei ein Zelt selbst zu nähen. Den Stoff und das Gestänge habe ich schon zu Hause. Jetzt stellt sich mir die Frage mit welchem Garn ich es am besten nähe. Irgendwo habe ich mal gehört man sollte Baumwollgarn verwenden; es würde bei Feuchtigkeit aufquillen und so die Nähte auch mit dichten. Wo bekomme ich ein solches Garn her? Kann mir da jemand weiterhelfen?
Sabine

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Eintrag #83 vom 05. Nov. 2005 13:22 Uhr Michael Klug   Nachricht

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Baumwollgarn ist halt fürs Hochmittelalter nicht authentisch. Ich kenn mich beim Zeltnähen auch nicht aus, aber ich weiß, dass man z.B. beim Schuhenähen gepichtes oder gewachstes Garn nimmt; das muss ja auch Feuchtigkeit usw. aushalten.
Gruß, Michael

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Eintrag #84 vom 05. Nov. 2005 18:15 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sabine,
ich habe zwar keine Erfahrung mit dem Zeltnähen, aber ich würde Leinenzwirn nehmen. Der Pechdraht für Schuhe ist bei einem Zelt etwas arg aufwendig, denn der muss ja erstmal gezwirbelt werden.
Leinenzwirn gibt es bei www.reenactors.de/shop.html im Bereich Nähbedarf. Soweit ich weiß, gibt es auch bei www.reenactorsworld.de Leinenzwirn, zudem in kleinerem Umfang. Andererseits wirst Du für ein Zelt ja auch einiges an Garn brauchen…
Ansonsten habe ich dergleichen schon in einem Baumarkt mit Regal für Schuhreparatur gesehen.
Viel Spaß!
Wolfgang Ritter

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Eintrag #85 vom 06. Nov. 2005 13:32 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Leinen quillt ja auf wenns nass wird und wenn man ein Zelt damit genäht hat, dichten die Nähte automatisch ab. Ist bei Baumwolle nicht der Fall.
Liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #86 vom 06. Nov. 2005 18:34 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sanni,
bist du dir da sicher? Baumwolle (Samenfaser) und Leinen (Bastfaser) sind beides pflanzl. Fasern die hauptsächlich aus Cellulose bestehen. Wenn mich nicht alles täuscht, sorgt diese für die Quellfähigkeit. Leinen besteht aus ca. 65-89%, Baumwolle aus ca. 91% Cellulose.
Aber im Sinne der historischen Genauigkeit würde ich auch zu Leinenzwirn tendieren…
David

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Eintrag #87 vom 06. Nov. 2005 19:02 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

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Vielleicht sollet man erst einmal fragen, aus welchem Material denn ihr Zeltsoff besteht. ;-)
Gruss, Beate

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Eintrag #88 vom 06. Nov. 2005 23:17 Uhr Sabine Münk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sabine Münk eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für die vielen Tipps. Als Material habe ich ein Baumwoll-Leinenmischgewebe,wobei der Baumwollanteil meines erachtens nach überwiegt. Leinenzwirn ist eigentlich einleuchtend. Hat ihn schon mal jemand auf einer ganz normalen Haushaltsnähmaschine genäht? Der Stoff ist so von der Stärke her, daß meine Maschine ihn schaffen würde.
Sabine

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Eintrag #89 vom 07. Nov. 2005 09:21 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
den Leinenzwirn den ich meine, kannst Du eher nicht mit der normalen Haushaltsnähmaschine verarbeiten, sorry.
Wolfgang
Wolfgang Ritter

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Eintrag #90 vom 07. Nov. 2005 09:36 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo David,
über Zellzusammensetzungen der pflanzlichen Fasern hab ich (schändlicherweise???) keine Ahnung, nur weis ich, das in unserer gruppe die Baumwollzelte imprägniert werden müssen. Eines unserer Mitglieder hat sich ein Zelt selbst genäht aus Leinen und er sagte mir noch, das Leinen selbst abdichtet und nicht imprägniert werden muss. Und der Mann ist Zeltbauer.
Herrscht irgendwie Irrglaube bei uns und die vielen Regentropfen die ich dieses Jahr nachts abbekommen habe auch nur wegen einer evt. schlechten Verarbeitung oder ist es tatsächlich so, das Leinen automatisch quillt und Baumwolle nicht? Thema Bruchen bei Flinkhand: Nestelschnüre aus Leinen quillen im Wasser auf und Du kriegst die Bruche nicht mehr auf. So ein Beispiel. Jetzt hast Du mich ein bisschen durcheinander gebracht ;-)
Liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #91 vom 07. Nov. 2005 09:56 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Zum Thema Zeltbau würde ich mal in die entsprechenden Zeltthreads schauen.
Nur in Kürze:
Es stimmt, Leinen quillt zu einer brauchbaren dichte.
Die ersten Feuerwehrschläuche waren reines Leinen, sobald das Wasser durchfloß, wurden sie - ob des Drucks mehr oder weniger - dicht.
Baumwolle hat diese Eigenschaft nicht oder nur kaum merklich.
Und eins noch:
Ich hätte doch so leichte Zweifel, ob sowohl Stoff, der mit der Haushaltsmaschine nähbar ist, als auch die Naht selbst den Anforderungen des Zeltbaus genügen.
Aber auch hier empfehle ich die weitere Diskussion im Zeltbauthread.
Gruß, Ivain

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Eintrag #92 vom 07. Nov. 2005 11:17 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
natürlich quillt Leinen auf. Das kann ich ja bei unseren Zelten beobachten. Ich war mir nur nicht sicher ob Baumwolle nicht AUCH quillt, weil es fast dieselbe Zusammensetzung hat…
Das die Baumwollzelte, die ich bisher gesehen habe, Wasser durchlassen, wundert mich nicht. Es ist schlicht zu dünn. Auch Leinen lässt Wasser durch wenn es nicht stark genug ist. Ausserdem ist es auch noch wesentlich vom Neigungswinkel der Zeltwand abhängig, denn 100% wasserdicht ist auch Leinen nicht.
David

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Eintrag #93 vom 07. Nov. 2005 12:27 Uhr Michael Klug   Nachricht

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David hat Recht, meines Wissens nach bestehen sowohl Baumwolle als auch Leinen (bzw. Flachs) und Hanf fast ausschließlich aus Cellulose. Cellulose ist (übrigens wie Stärke auch) aus Polysaccharidmolekülen aufgebaut. Also eigentlich dürften Baumwolle und Leinen keine allzu verschiedenen physikalische und chemische Eigenschaften haben…
Gruß, Michael

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Eintrag #94 vom 07. Nov. 2005 13:45 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Die physikalischen Eigenschaften von Baumwolle und Leinen sind allein schon deshalb anders, weil es andere Teile der Pflanze sind, die die Faser liefern.
Baumwollfasern wachsen als Wattebüschel und wird direkt gereinigt und versponnen.
Leinenfasern bestehen aus der abgelösten und aufgefaserten Hülle des Stengels.
Aus der Erfahrung heraus:
Baumwolle quillt nicht, oder zumindest nicht in einem nutzbaren Maße.
Gruß, Ivain

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Eintrag #95 vom 07. Nov. 2005 13:54 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Weiteres zu Leinen und Baumwolle bitte hier: [Taverne, Thread: Leinen/Baumwolle unterscheiden]ß, Ivain

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Eintrag #96 vom 07. Nov. 2005 14:37 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Ja, Ivain, wie ich bereits weiter unten geschrieben hatte, handelt es sich bei Baumwolle um Samenfasern und beim Leinen um Bastfasern.
Dennoch bestehen beide zu größten Teil aus Cellulose. Warum ist es denn dann so klar, das Baumwolle nicht quillt??
Aber diese Diskussion passt hier in der Tat nicht wirklich her…
David

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Eintrag #97 vom 12. Jun. 2006 13:46 Uhr Dennis Schwarz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dennis Schwarz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe inzwischen schon viele Kleidungsstücke von Hand genäht und setze dafür auch passende historische Stiche ein. Mit der Naht an sich habe ich auch keine Probleme, wohl aber mit dem Anfang und Ende - denn hierüber schweigen sich alle Nähanleitungen, die ich im Internet gefunden habe aus.
Ich wäre also sehr froh, wenn mir jemand sagen könnte, wie man den Faden am Anfang der Naht befestigt und was man am Nahtende damit macht. Bislang habe ich den Faden einfach festgeknotet, was man zwar gerade bei gefütterten Kleidungsstücken noch halbwegs gut verstecken kann, aber doch kleine “Knubbel” im Stoff ergibt. Kann mir da jemand helfen? Vor allem würde mich interessieren, wie man im Mittelalter (grob 1300, Deuschland, wenn möglich) vorging.
Gruß, Dennis

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Eintrag #98 vom 12. Jun. 2006 16:29 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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ßblicherweise wird der Faden “vernäht”. Das heisst, daß du, wenn du am Ende angekommen bist, einfach ein wenig zurück und wieder nach vorn nähst. Der Anfang gestaltet sich genauso. Einfach vorwärts, dann wieder zurück und wieder vorwärts. Wenn ein Faden innerhalb der Naht zu Ende ist, und du einen Neuen brauchst, einfach mit den letzten Stichen etwas zurück und mit dem neuen Faden ein Stück hinter dieser Stelle ansetzen. Wenn du geschickt nähst, ist dann von den ßbergängen nichts zu sehen.
Ob um 1300 schon genauso verfahren wurde, bleibt spekulativ. Aber es ist anzunehmen.
Beim gefütterten Berliner Mantel (13. Jh) gibt es am Anfag der Naht, innerhalb der Fütterung allerdings einen Knoten.
Da vermutlich sehr häufig mit vegetabilen Fasern genäht wurde, sind die Nähte oft im Boden vergangen, wogegen die dauerhaftere Schafwolle noch erhalten ist. Deshalb fehlt es schlicht an Vergleichsmaterial.
Vielleicht kennt ja jemand noch erhaltene “Vernähungen”…
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #99 vom 13. Jun. 2006 10:27 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Am Anfang der Naht nähe ich nicht vor und zurück - dieses Prinzip scheint mir eher der Arbeit mit der Nähmaschine entlehnt.
Ich lasse ein Stück Faden rausstehen (so etwa 2-2,5 cm, das ich bei den weiteren Stichen immer mit umfasse. Das reicht für eine gute Festigkeit. Am Ende der Naht mache ich nur zwei Stiche auf der Stelle und ziehe dann den Rest Garn (nur ein paar mm mehr als die Länge der Nadel) in die Naht rein. Das wird ausreichend fest, mir ist noch nie eine Naht aufgegangen.
Interessanterweise sind eine ganze Menge der erhaltenen Nähte (Grönlandfunde, aber auch viel ältere eisenzeitliche Funde) gar nicht mit der festen Rückstichnaht genäht, sondern ganz simpel nur mit Vorstichen (Reihstiche). Schien trotzdem ausreichend zu halten. Soweit ich mich erinnere, sind bei allen diesen Funden zwar die Nahttechniken dokumentiert, aber die Fadenvernähungen nicht.
Einen eisenzeitlichen Kittel (Reepsholt) hat mein Freund jetzt auch mit Vorstichen genäht ( mit selbst hergestelltem Wollzwirn) und da hält bisher auch alles einwandfrei. Kann aber auch daran liegen daß dieser Kittel sehr weit ist und deshalb die Nähte keinen großen Belastungen standhalten müssen.
Gruss, Claudia

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Eintrag #100 vom 13. Jun. 2006 12:21 Uhr Baerbel Hammes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Baerbel Hammes eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich mache es ähnlich wie Claudia (hab’s noch in der Grundschule im Handarbeitsuntericht gelernt).
Allerdings mache ich zu Beginn einen Knoten und lass das Fadenende unter den neuen Stichen verschwinden. - Ich bin da etwas faul geworden. Am Ende ziehe ich den Restfaden von links abwechselnd unter und über einigen alten Stichen durch und evt. noch mal zurück. (In der Schule hatten wir das auch am Anfang eines neuen Faden so gemacht.) - Hält bombig und ist in “guter alter Händnähtradition” (ob schon im MA, weiß ich zwar nicht, aber meine Ur-Ur-Oma hat es bei ihren Hemden auch so gemacht - da haben wir noch welche zuhause.)
Grüße
Bärbel

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Eintrag #101 vom 13. Jun. 2006 13:58 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
@ Claudia: “Am Anfang der Naht nähe ich nicht vor und zurück - dieses Prinzip scheint mir eher der Arbeit mit der Nähmaschine entlehnt.”
Vielleicht hat die Maschinentechnik auch von der Handnäherei abgekupfert…:o)
Ich denke, es gibt viele verschiedene Möglichkeiten. Die von mir beschriebene Variante habe ich von meiner Mutter erklärt bekommen. Sie hat dies ihrerseits so in ihrer Ausbildung zur Maßschneiderin gelernt (ist schon ein ein wenig her ;o) )…
Wichtig ist, das es hält :o)
David

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