Erst mal wollt ich mich bei denen bedanken die mir hier mit Hinweisen und Empfehlungen geholfen haben. Auch die Videos waren nicht uninteressant. Sicherlich ist das ganze nicht repräsentativ, aber ohne vorhandene zeitlich passende Quelle kann man sich eben nur annähern und daran ist nun wirklich nichts verwerfliches. In diesem Sinne nochmals Danke und falls euch noch was einfällt, bin ich immer offen für weitere Informationen und Erfahrungsberichte.
Also zunächst einmal: ich verstehe von der Kampfweise in der Antike wenig. Allerdings beschäftige ich mich, wie viele, mit der Rekonstruktion spätmittelalterlicher Fechttechniken. Diese sind teils ganz gut geeignet, Rückschlüsse zu ziehen, wie man mit Waffen umgehen kann, selbst wenn diese früher datieren. Dass dies aber eigentlich Spekulation, und bestenfalls eine Annäherung ist, ist klar. Meiner Ansicht nach aber allemal geschickter, als mit viel späteren und modernen Ansichten da ranzugehen, oder gar bar jeder wirklichen Kenntnis einer Kampf_kunst_, denn damals war es nunmal kein Sport, mit Regeln.
Das ist in Wilfrieds Beitrag der Fall. Fachlich gesehen ist dieser ein epischer Fehlschlag, weil er -mal wieder- über etwas redet, von dem er nicht dem Hauch einer Ahnung hat. Wilfried, Du gehst vollkommen von modernen Fechttechniken aus, die mit allem pre-1500 wenig bis garnix zu tun haben. Wie erwähnt ist es durchaus diskutabel, inwiefern man Fechttechniken des 13ten bis 15ten als Basis verwenden kann, moderne nutzen da in keinem Fall was. Hättest du dir mal die Mühe gemacht, etwas im Internet zu recherchieren, wüsstest Du, dass die betreffenden nun wirklich keinen “Fechtmeister”- mir graust es alleine bei dem Begriff- benötigen, man könnte sie teils selber als solche bezeichnen, wenn man scih schmutzig machen wollte. Die betreffenden Personen beschäftigen sich seit Jahren intensiv, fachlich nachvollziehbar, international anerkannt, und didaktisch erfolgreich mit der Rekonstruktion historischer Techniken, und, wie oben beschrieben, mit der Interpretation früherer Kampfmechanismen mit Hieb-und Stichwaffen.
Das gleiche ist bei Georg der Fall, der offenkundig, und das ist auch teils mit Webrecherche nachvollziehbar, aus egoinduzierten Gründen gegen andere Leute feuert.
Ich hoffe, dass die Leser dies differenziert betrachten, und sich die betreffenden Personen, und ihr Renomée ansehen.
Was nun das konkrete Thema angeht, kann ich jenseits dieser mal wieder wirklich unnötigen und ärgerlichen Richtigstellung, und den meines Erachtens nach beachtenswerten Annäherungsversuchen folgende Bücher empfehlen, die auch sich mit dem Thema befassen, und in denen auch auf die Problematik eingegangen wird, wie man sich annähern kann:
… lieber Georg Mackowiak, geht es weder um Eitelkeiten noch Selbstdarstellung sondern um ernsthaft bemühte Rekonstruktionsversuche.
Normalerweise geht mir das, bitte entschuldige den Ausdruck, Gesülze von Menschen wie Dir am A… vorbei, das Lesen dessen ist seine Zeit nicht wert, die Diskussion dessen ist seine Zeit nicht wert. Du bist diese Zeit nicht wert.
Bitte beachte soziale Regeln des Anstands und der Höflichkeit und des respektvollen Umgangs miteinander, höre auf Menschen zu diffamieren oder schweige ab diesem Punkt für immer.
Es wird immer wieder gerne über die Diskussionskultur geredet und über die Gründe warum hier wenig brauchbare Diskussionen zustande kommen. Die letzten Beiträge sind da für mich das beste Beispiel.
Da werden Videos verlinkt und ausdrücklich als Rekonstruktionsversuche bezeichnet.
Als Reaktion fühlen sich dann die üblichen Verdächtigen bemüßigt ihren Senf dazuzugeben.
Inhaltlich sind sie bestenfalls nicht nachvollziehbar, in einem Fall aber sicher einer Konkurrenzsituation geschuldet.
Beide Beiträge schaffen es aber einen völlig sachlichen Diskussionsstrang auf eine gänzlich unsachliche Ebene zu ziehen. Genau das führt dann aber zu den üblichen Kleinkriegen hier.
Ich bin grundsätzlich gegen Moderation in Foren, aber man sollte sich überlegen wie man dieses Problem grundsätzlich angeht. So wie es momentan läuft werden Diskussionen zuverlässig unterbunden.
Also im 2. und 3. Film ist der Titel “Blöße öffnen und Oberstich”.
Nur das da keine Blöße zu öffnen ist, die sind ja beide schon offen wie Scheunentore beim Ernteeinfahren.
Die empfangen den Gegner quasi mit offenen Armen. Und irgendeine Reposte als Oberstich zu verkaufen, Kopfschüttel. Bestenfalls sind das Rückenquarten.
Ich halte den jungen Leuten allerdings zu Gute, das sie noch üben. Ein Fechtmeister täte ihnen allerdings wirklich gut, sonst kommen die nie über das Stadium “frei ist der Bursch und vernarbt seine Kopfhaut” heraus.
Für Nachahmer:
Der bemalte Fassdeckel, Schild genannt, dient in erster Linie der Abwehr gegnerischer Waffenwirkung, Deckung genannt. Das Flacheisen in der anderen Hand soll mittels Hieb oder Stich den Gegner verletzen. Dies geht nur dadurch, das es heftig in Kontakt mit dem gegnerischen Körper kommt. Um selbst nicht von der gegnerischen Klinge getroffen zu werden, empfiehlt sich ein Verstecken hinter dem eigenen Schild.
Mit dem Teil in der anderen Hand schlägt oder sticht man auf die Trefferflächen am Gegner, nicht in die Luft oder auf den Schild. Beide können nix dafür.
Das hier gezeigte ist allerdings Marktgedengel der schlechteren Qualität
Ernsthaft, Georg, dein Groll gegen alle historischen Fechter wird langsam wirklich alt, wenn du nichts sinnvolles zum Thema zu sagen hast, kneif es dir doch einfach mal, blamiert hast du dich doch schon oft genug.
Hammaborg hat ganz eindeutig klar gemacht, daß sie das als Experiment sehen, und in Ermangelung konkreter Quellen aus der Zeit ist es zumindest mal ein denkbarer Ansatz.
Und vor allem ist es ein Ansatz, der offen zur Diskussion gestellt wurde, was auf weitaus geringere persönliche Eitelkeit schließen läßt, als man das von gewissen anderen “Fechtmeistern” sagen kann.
Derartige Spielereien verweise ich allerdings in den Bereich der Fantasie.
Was da so auf Youtube kursiert, ist praktisch ausschließlich Marktkram und belanglose Schwertspielerei - mit seriöser Rekonstruktion hat das nichts zu tun, wohl aber sehr viel mit persönlichen Eitelkeiten und einem gewissen Hang zur Selbstdarstellung.
Ich rate zur Vorsicht gegenüber allzu unkritischem Vertrauen in derartige Dinge.
Hammaborg habe vor einer Weile mal historische Techniken für den Buckler auf den Rundschild übertragen. Das beruht natürlich nicht auf frühmittelalterlichen Quellen und dürfte wohl auch mehr mit Schwerpunkt auf dem Schild liegen, aber vielleicht interessiert es dich ja:
Habe mich in letzter Zeit etwas ausführlicher mit den Schwertern des Frühmittelalters vertraut gemacht. Da sticht neben den verschiedenen Saxen, natürlich die Spatha als vorherrschende Stilform heraus. Die sich ja dann auch fast ein Jahrtausend gehalten hat. Mich würde nun interessieren ob hier irgendjemandem Belege oder auch Praxistests, mit Repliken, bekannt sind, die Aufschluss über das Fechten mit der Spatha geben?
Meiner Meinung nach ist das Heft der Spatha, im Vergleich mit späteren Einhändern, sehr kurz. Lässt das auch auf einen anderen Umgang mit der Waffe schließen, insbesondere eine andere Griffhaltung?
Dazu heißt es im passenden Wikipedia-Artikel, dass das Heft der Spatha “schräg” gegriffen wird und der Handballen somit auf dem Knauf aufliegt. Hab das mal mit dem billigen Wikingerschaukampfschwert, was mir zur Verfügung steht ausprobiert, ist irgendwie etwas komisch. Daher frage ich mich ob sich so eine Aussage belegen lässt? Werde daher auch noch mal den Autor des Wikipedia-Artikels kontaktieren.