Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Wachmantel Mitte 15 Jhrdt.

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Eintrag #1 vom 06. Okt. 2011 00:20 Uhr Falk Behr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Falk Behr eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo miteinander!
Ich hoffe hier Hilfe für eine Gewandung zu finden.
Ich suche das Schnittmuster für einen Wachmantel um 1450.
Könnte mir jemand einen Tipp geben, wo ich ein solches Schnittmuster finde? (Buch, Internet, egal) Bzw, hat hier vielleicht jemand so etwas?
Vielen lieben Dank für die Hilfe
Korsakow

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Eintrag #2 vom 06. Okt. 2011 10:28 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Was ist ein Wachmantel? Ein Kleidungsstück dieses Names ist für fürs ganze Mittelalter nicht bekannt. Poste doch mal ein Bild einer Quelle, damit man weiss, was Du meinst.

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Eintrag #3 vom 07. Okt. 2011 19:32 Uhr Falk Behr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Falk Behr eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe keine Bildquelle, ich habe diesen “Wachmantel” bei jemanden auf einem MA-Markt gesehen. Kurz unterhalten, er hat es als Wachmantel bezeichnet.
Als Bescheibung, quasi eine Gugel, der Zipfel relativ lang auslaufend. Der Gugelkragen war aber sehr lang und an den Schultern abgesetzt/ausgestellt, fiel quasi bis auf die Ellbogen, oder knapp darüber. Vorne war das ganze nicht wie bei einer Gugel geschlossen, sondern mit Nestelbändern verschließbar.
Das es diese Bezeichnung nicht gibt, erklärt warum ich es trotz Gesuche im I-Net nicht gefunden habe ;-)
Ist mit der Beschreibung was anzufangen?
lg
Korsakow

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Eintrag #4 vom 08. Okt. 2011 08:41 Uhr Carola (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Carola eine Nachricht zu schreiben.

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Mittelaltermärkte sind nicht unbedingt die beste Quelle, um sich über Kleidung im Mittelalter (egal, welche Epoche) zu informieren. Das meiste, was dort getragen und angeboten wird, ist anachronistische Kleidung des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.
Die Beschreibung scheint mir für das 15. Jahrhundert auch nicht stimmig. Wenn Du etwas mantel-/jackenartiges für die Zeit suchst, versuche es doch mal mit den Stichworten “Tappert” oder “Schaube”.

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Eintrag #5 vom 08. Okt. 2011 11:14 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sieht schlecht aus

Hallo Falk,
Bei deiner Beschreibung sieht es recht mau aus mit Mitte 15tes. Fäng schon bei sowas wie “langer Gugelzipfel” an, der im 15ten ziemlich out ist. Es gibt die sogenannte Cappa oder Cuculle, eine Art übergroße Gugel, die aber nach dem 14ten praktisch nur noch als Pilgermantel zu finden ist.
Ich empfehle dir zwei Dinge: wenn Du mit jemanden über so etwas redest, d.h. wenn du z.B. Kleidung siehst, die dir gefällt, oder nach der Herkunft der solchen fragst- völlig egal, ob es auf einem Markt oder sonstwo ist- frag nach der bzw. den Quellen. Sollte derjenige dann drumrumreden, hast Du deine Antwort schon.
Und zweitens: Gehe bei allem was Du tust, von Bild, Fund, Text aus, möglichst von jeder dieser Quellarten mindestens jeweils eine. Also nicht “was trug man als Wache über der Rüstung”, sondern: “wenn Personen <hierSzenarioeinfügen, wiederrum auf Quelle fussend> etwas bewachten, was trugen Sie?”
Ausgehend freilich immer- das tu ich bei Fragen hier erstmal per se grundsätzlich- dass Du Interesse hast, eine möglichst quellnahe Umsetzung geschichtlicher Umstände zu machen.
Darauf fussend hätte ich zwei, drei weitere Empfehlungen:
- Jeder kann freilich die Zeit machen, die ihn interessiert, aber bei den Darstellern im 15ten, die sich intensiv damit befassen, hat sich anhand der Veranstaltungen, der geschichtlichen Szenarien, der Modeentwicklung usw. ein Schwerpunkt um 1475 herauskristallisiert. 1450 _kann_ man machen, macht man es aber wirklich genau, wird man immer etwas aussen vor sein, und auf Veranstaltungen, naja, nicht deplaziert, aber altmodisch. Und zwar in der Art, dass man nicht klarer als 1450 erkennbar ist, sondern sich schlicht alle modischeren Aspekte der zweiten Jahrhudnerthälfte verbaut. Psychologisch eher ungünstig, weil man die Tendenz hat, Dinge, die man sieht, und einem gefallen (siehst du ja am konkreten Fall) auch haben zu wollen. Macht man aber 1450, ginge das nicht. Zumal gerade just zwischen 1440 und 1450 ein modischer Umbruch stattfindet, es macht es also nicht einfacher, halbwegs erkénnbar und wirklich gut belegbar 1450 zu machen.
-Für die zweite Jahrhunderthälfte würde ich als wärmende Oberbekleidung, relativ unabhängig vom Darunter, bei Männern, die Schecke/Jacke/Juppe/Joppe (Begriff nach Region) sehen. Verschieden Lang, verschieden verschlossen. Durchaus auch über der Rüstung getragen.
-Aufbauen auf der Empfehlung meiner Vorposterin: wenn Du wirklich Interesse an dem Zeitrahmen grob 1450-1500 hast, dann lass mal Märkte aussen vor, da wirste kaum was lernen. Guck vlt. mal auf www.reichsaufgebot.de , dort hats allendhalben Termine für Veranstaltungen des Zeitrahmens, auch öffentliche, wo man vorbeisehen kann, und mit den Leuten reden kann, die das mit einiger Erfahrung bereits etwas länger machen. Günstige Termine findest du auch in diesem Magazin: www.afaktor.de

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Eintrag #6 vom 08. Okt. 2011 17:10 Uhr Falk Behr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Falk Behr eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für die Tipps, dann werde ich mal unter diesen anderen Suchbegriffen nachschauen, ob ich etwas finde, dass mir zusagt. ;-)
Was die Zeit angeht, 1475 ist für mich so gut wie 1450, ich wollte halt auf das 15 Jhrdt. hinaus.
Auch danke für diesen Tipp, da habe ich erstmal wieder was zum stöbern.
Viel spaß noch :-)

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Eintrag #7 vom 11. Okt. 2011 22:53 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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Der Begriff Wachmantel ist mir nur aus dem 18.Jh. bekannt. Da genauer aus der altpreußischen Armee, bei der pro Regiment/Garnision eine kleine Anzahl Mäntel vorgehalten wurde, welche bei schlechtem Wetter an die wachhabenden Soldaten ausgebeben wurden. Da keine Stücke mehr erhalten sind, und auch bildliche Darstellung quasi nicht vorhanden sind (Menzel zeichnete “etwas”), geht man von einem ordinären 1/2 oder 3/4 Kreismantel mit etwaiger Pellerine aus.
Erst in der neupreußischen Armee, und wenn ich mich erinnere, auch erst nach 1800 in der österreichischen Armee, kamen etatmäßige Überröcke, also etwa das was wir als langen Mantel heute kennen, pro Mann auf.

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Eintrag #8 vom 12. Okt. 2011 12:05 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schreiben Sie einen Aufsatz über den Elefanten...

…: “Der Elefant ist ein großes Tier. Die Ameise ist ein kleines. Die Ameise…..”
Ganz ehrlich, Frank, wenn Du nix zu “Wachmänteln” im 15ten beizutragern hast, warum zum Geier schreibst du denn einfach nicht mal nix?

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Eintrag #9 vom 13. Okt. 2011 11:48 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Und was bitte ist so schlimm daran, wenn der Begriff “Wachmantel” im richtigen historischen Kontext erklärt wird??????
Nur so kann man einer falschen Verwendung vorbeugen, wenn der Begriff anderweitig als ursprünglich angenommen belegt ist.

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Eintrag #10 vom 13. Okt. 2011 16:25 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nix oh weia

Nix oweia, nix ist schlimm. Nur ist es halt blöd, wenn Themen mit Beiträgen zugemüllt werden, die am selben völlig vorbeigehen. Ob im 18ten, 19ten oder 20ten Wachmäntel so genannt oder getragen wurden und wie sie aussehen ist für das 15te, sowie für die Begrifflichkeit vor 1500 vollkommen irrelevant.
Wenn ich in nem Pferdeforum, bei dem es um Schabracken geht, davon schwadroniere, dass ich meinem Dackel im Winter ja nen Deckchen verpasse, würde das auch Irritation auslösen, oder nicht?
Das einzig schlimme ist, dass man das auch noch erklären muss, und das es immer jemanden gibt, der meint, sich zu ereifern, selbst wenn er im Thread so garkeine Aktien hat.

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Eintrag #11 vom 13. Okt. 2011 17:04 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Reicht jetzt.
Ja, zur Frage, was man im 15. Jhd trug, nutzt die Begriffserklärung nichts und es mag in dem Stadium des Threads wie “Nachtreten” gewirkt haben, auf der anderen Seite hilft die Klärung des Ursprungs eines Begriffes trotz allem weiter. Wir wissen nun also, daß der Begriff Wachmantel aus der jüngeren Geschichte, aus einer uniformierten Armee stammt.
Hätte anders eingebracht werden können, ist aber auch nichts, über das man sich dann in mehreren Beiträgen ereifern sollte und wird an anderer Stelle ganz selbstverständlich immer wieder getan.
Insofern, entweder zurück zum Thema, auch wenn das dank der einhelligen Erkenntnis, daß Alltagskleidung den Part erfüllt haben dürfte, durch sein dürfte, oder gut sein lassen.

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